Jahrg. 22, Nr. 15, Januar 2015

Nachdem der Anteil der Unternehmen mit Innovationen im Transportgewerbe und den Postdiensten 2011 und 2012 mit jeweils 19 % einen Tiefstand erreicht hatte, stieg die Innovatorenquote 2013 wieder auf 23%. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen nahm von 5 auf 7%, während der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten bei 3% konstant blieb. Die Innovationsausgaben, deren Höhe vor allem vom Landverkehr bestimmt wird, gingen von 5,8 auf 5,6 Mrd. € zurück. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) nahm von 2,3 auf 2,1% ab. Im Bereich des Landverkehrs sank der Indikator im dritten Jahr in Folge, während er bei den Post- und Kurierdiensten zum dritten Mal anstieg. Den niedrigeren Innovationsausgaben standen 2013 jedoch höhere wirtschaftliche Erträge aus Innovationen gegenüber. So stieg der Kostensenkungsanteil durch Prozessinnovationen um 0,6 Prozentpunkte auf 2,5%. Der Umsatzanstieg durch Qualitäts-verbesserungen legte ebenfalls um 0,6 Prozentpunkte auf 2,4% zu. Auch der mit Produktneuheiten generierte Umsatzanteil stieg deutlich von 5,6 auf 9,4%. Dies ist vor allem auf höhere Umsätze mit Nachahmerinnovationen zurückzuführen, deren Anteil nahm von 4,2 auf 8,0% zu. Für diesen Anstieg ist die Teilbranche Schifffahrt, Luftfahrt und Verkehrsdienste verantwortlich. Der Umsatzanteil von Marktneuheiten blieb hingegen mit 1,4% auf dem Niveau des Vorjahres. Der branchenüblich sehr niedrige Anteil von Unternehmen mit FuE-Aktivitäten konnte im Transportgewerbe und in den Postdiensten mit 4% um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. 1% der Unternehmen betrieben kontinuier-lich FuE, 3% gelegentlich. Die Zukunftsaussichten sind verhalten. Die Innovationsausgaben sollen 2014 mit 5,6 Mrd. € auf dem Niveau des Jahres 2013 bleiben und im Jahr 2015 leicht auf 5,5 Mrd. € zurückgenommen werden. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen wird 2014 voraussichtlich stark von 29% (2013) auf unter 23% sinken. Für 2015 zeigen die Zeichen ebenfalls nach unten: Nur 13% planen fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 10% sind noch unsicher.