Jahrg. 22, Nr. 2, Januar 2015

Die Branchenstimmung in der Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie war im Jahr 2013 unverändert positiv. Das spiegelt sich auch in vielen Innovationsaktivitäten wider. Mit einem Umsatzanteil von Produktneuheiten von 18% liegt die Industrie im Branchenvergleich weiterhin auf Platz 5 und zählt damit zu den innovationsorientierten Wirtschaftszweigen. Allerdings ging der Indikatorwert im Vorjahresvergleich um gut einen Prozentpunkt zurück. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, stieg dagegen 2013 leicht um einen Prozentpunkt auf 48%. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten und kostensenkenden Prozessinnovationen sank im Vergleich zum Vorjahresniveau auf 17% bzw. 9%. Die Innovationsausgaben der Branche nahmen 2013 leicht auf 0,91 Mrd. € zu (2012: 0,88 Mrd. €). Während sie in der Tex-tilindustrie auf 0,31 Mrd. € zurückgingen, erhöhte die Bekleidungs- und Lederindustrie ihr Innovationsbudget auf 0,59 Mrd. €. Die Innovationsintensität der Branche stieg von 3,3 auf 3,5%. 2014 und 2015 wird das hohe Niveau jedoch nicht gehalten werden. Die Innovationsausgaben sollen 2014 auf 0,80 Mrd. € und 2015 auf 0,77 Mrd. € sinken. 2013 betrieben 34% der Unternehmen FuE-Aktivitäten, 19% davon auf kontinuierlicher Basis. Gegenüber dem Vorjahr (14%) nahm diese Quote deutlich zu. Prozessinnovationen trugen 2013 im Branchendurchschnitt zu Stückkostensenkungen von 1,8% bei. Gleichzeitig konnte durch Qualitätsverbesserungen der Umsatz um 1,4% gesteigert werden. Die Planungen der Unternehmen lassen eine gleichbleibende Innovationsbeteiligung in 2014 und einen leichten Rückgang in 2015 erwarten. Dabei dürfte in beiden Jahren der Anteil der Unternehmen mit Prozessinnovationsaktivitäten zurückgehen.