Jahrg. 22, Nr. 19, Januar 2015

Die angespannte wirtschaftliche Lage in den technischen Dienstleistungen (Ingenieur- und Architekturbüros, technische Labore) und den FuE-Dienstleistungen im Jahr 2013 spiegelte sich auch in den Innovationsaktivitäten wider. Die Innovatorenquote sank um 9 Prozentpunkte auf 32%. In den FuE-Dienstleistungen nahm dieser Wert von 78 auf 71% ab, im Bereich der Ingenieur- und Architektenbüros sowie technischen Labore sank sie sogar um 10 Prozentpunkte auf 28%. Der Anteil der Unternehmen, die 2013 Marktneuheiten einführen konnten, verringerte sich von 11 auf 7%. Auch die Innovationsausgaben sanken gegenüber 2012 von 3,34 auf 3,19 Mrd. €. 2014 sollen die Innovationsausgaben noch weiter auf 2,80 Mrd. € zurückgenommen und 2015 bei 2,77 Mrd. € etwa auf diesem Niveau gehalten werden. Niedrigeren Innovationsausgaben der FuE-Dienstleister standen höhere im Bereich der Ingenieur- und Architektenbüros sowie technischen Labore gegenüber. Dort erhöhte sich auch die Innovationsintensität von 1,9% auf 2,4%, während sie in den FuE-Dienstleis-tungen von 44 auf 38% zurückging. Der Umsatzanteil mit neuen Produkten sank im Jahr 2013 leicht von 7,0 auf 6,8% und erreichte damit einen neuen Tiefstand. Der Umsatzanteil mit Nachahmerinnovationen stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 5,1%, während der Umsatzbeitrag von Marktneu-heiten von 2,4 auf 1,7% zurückging. Der Kostensenkungsanteil durch Prozessinnovationen fiel von 1,9 auf 1,3%. Durch Qualitätsverbesserungen konnte ein Umsatzanstieg von 2,5% erzielt werden, das ist ein Plus von 0,6 Prozentpunkten. Für 2014 planten 36% der Unternehmen fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, weitere 3% waren noch unsicher. Damit könnte die Innovationsbeteiligung aus dem Jahr 2013 (40%) knapp erreicht werden. Im Jahr 2015 rechneten 35% der Unternehmen fest mit Innovationen, weitere 4% hatten sich noch nicht entschieden.