Jahrg. 22, Nr. 1, Januar 2015

2013 konnte die Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie ebenso wie im vorherigen Jahr leichte Umsatzzuwächse verbuchen. Die Innovationsaktivitäten spiegeln jedoch nur teilweise die relativ günstige wirtschaftliche Entwicklung der Branche wider. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, fiel im Berichtsjahr leicht auf 34% (2012: 35%). Die Innovationsausgaben haben nach dem stabilen Niveau in den Jahren 2011 und 2012 einen Aufschwung erfahren. Sie stiegen 2013 auf 3,06 Mrd. €. Der Anteil der Innovationsausgaben am Branchenum-satz (Innovationsintensität) betrug im Be-richtsjahr 1,6%. Gegenüber der Getränke- und Tabakindustrie weist die Nahrungsmit-telindustrie weitaus höhere Innovationsausgaben bei niedrigeren Innovatorenquoten auf, das heißt die Innovationstätigkeit ist stärker auf große Unternehmen konzentriert. Der mit neuen Produkten generierte Umsatzanteil fiel 2013 auf 6,2%. 2012 wur-den noch 7,3% des Branchenumsatzes mit Produktinnovationen erzielt. Marktneuheiten spielten wie in den Vorjahren eine untergeordnete Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen. Man setzte eher auf Nachahmerinnovationen. Eine Ursache dafür ist der hohe Anteil von Unternehmen ohne eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Dieser lag 2013 bei 87%. Durch Qualitätsverbesserungen erreichten die Un-ternehmen der Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie einen Umsatzanstieg von 1,8%. Die Kosteneinsparung durch Prozessinnovationen betrug 2,0%. Die Innovationsausgaben sollen in den nächsten zwei Jahren deutlich zurückgehen. Für 2014 sind 2,73 Mrd. € und für 2015 2,40 Mrd. € geplant. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2014 erheblich zurückgehen und 2015 nur leicht ansteigen. Dabei sollen vor allem Produktinnovationen zurückgefahren werden.