Jahrg. 22, Nr. 7, Januar 2015

Die Hersteller von Metallen und Metallwaren konnten sich von den Folgen der Weltwirtschaftskrise erholen. Der Optimismus der Branche fiel 2013 jedoch verhalten aus, was sich auch in stagnierenden bzw. leicht rückläufigen Innovationsaktivitäten zeigt. Die Innovatorenquote konnte ihr Vorjahresniveau nicht halten und fiel auf 35% (-4 Prozentpunkte). Der Anteil der Prozessinnovatoren mit Kostensenkungen nahm ebenfalls ab und lag bei 11% (2012: 15%). Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten ging auf 8% zurück. In der Metallerzeugung betrug die Innovatorenquote im Jahr 2013 37% und damit etwas über dem Wert der Metallwarenindustrie (35%). Die Innovationsausgaben der Branche stiegen 2013 kräftig auf 5,47 Mrd. € an (2012: 4,81 Mrd. €). Dahinter standen primär höhere Investitionen in effizientere Anlagen. Die Innovationsausgaben gemessen am Umsatz erreichten im Berichtsjahr 2,4% (2012: 2,0%). Im Branchenvergleich ist das ein mittlerer Wert. Der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen stieg um 1,3 Prozentpunkte auf 9,0%. Der Umsatzbeitrag von Marktneuheiten ging im vierten Jahr in Folge leicht zurück und erreichte 1,9%. Eine gesamte Neuproduktquote von 10,9% bedeutet im Branchenvergleich einen Mittelfeldplatz. Durch Prozessinnovationen konnte die Metallerzeugung ihre Stückkosten im Durchschnitt um 2,9% senken ab (2012: 3,4%). Auch die Metallwarenindustrie musste ein Minus von 0,8 Punkten auf 2,0% bei diesem Indikator hinnehmen. Der Anteil der kontinuierlich forschenden Unternehmen blieb bei 11% stabil. Die Planzahlen zeigen für 2014 einen weiteren Anstieg der Innovationsausgaben von 0,42 auf 5,89 Mrd. €. 2015 sollen die Innovationsbudgets wieder um rund 0,4 Mrd. € zurückgenommen werden. Die Innovationsbeteiligung dürfte 2014 auf mindestens 34-37% sinken (2013: 39%). Für 2015 planten nur 30% fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 10% waren noch unsicher.