Jahrg. 22, Nr. 16, Januar 2015

Die Mediendienstleistungen stehen noch immer vor großen Herausforderungen, wie etwa der Digitalisierung von Produkten und Vertriebswegen. Viele Unternehmen begegnen dieser Situation mit verstärkten Innovationsanstrengungen. Der Anteil der Innovatoren stieg im Jahr 2013 leicht auf 45% (2012: 44%). Die Innovationsausgaben wurden um 0,14 auf 1,82 Mrd. € erhöht. Das entspricht 2,4% des Branchenumsatzes und gegenüber 2012 einem Plus von 0,3 Punkten. Die Film- und Rundfunk-sparte zeigt sich mit einem Wert von 3,5% deutlich innovationsfreudiger als die Sparte der Druckereien und Verlage (1,8%). Der Umsatzanteil von Produktneuheiten stieg von 8,2 auf 10,9%, was vor allem auf höhere Umsätze mit Nachahmerinnovationen zurückzuführen ist. Deren Anteil erhöhte sich von 6,4 auf 8,7%. Der Umsatzanteil von Marktneuheiten nahm von 1,9 auf 2,2% zu. Der Prozessinnovationserfolg war dagegen rückläufig. Die durchschnittlichen Kosteneinsparungen im Jahr 2013 lagen mit 1,6% merklich unter dem Vorjahreswert (2,5%). Insbesondere bei Druckereien und Verlagen sank dieser Wert deutlich. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen erreichte mit 1,5 % das Vorjahresniveau. Der Anteil der Unternehmen mit FuE-Aktivitäten sank leicht auf 16%. 10% befassten sich kontinuierlich mit FuE. Im Jahr 2014 sollen die Innovationsausgaben leicht auf 1,86 Mrd. € erhöht werden. Für 2015 sind dann verringerte Innovationsbudgets von insgesamt 1,78 Mrd. € vorgesehen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2014 etwa auf dem Niveau des Jahres 2013 (45%) verharren: 40% planten fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 7% waren noch unsicher. Für 2015 ist eine sinkende Innovationsbeteiligung absehbar: Nur 34% werden sicher Innovationsprojekte vorantreiben, während 11% sich noch nicht entschieden hatten.