Jahrg. 22, Nr. 3, Januar 2015

Die Innovationsaktivitäten der Holz- und Papierindustrie im Jahr 2013 waren durch höhere Prozessinnovationserfolge bei rückläufigen Erträgen aus Produktinnovationen gekennzeichnet. Die mit Prozessinnovationen erzielten Kosteneinsparungen erreich-ten 2,1%, nach 1,4% im Jahr 2012. Pro-zessinnovationen trugen darüber hinaus über Qualitätsverbesserungen zu einem Umsatzanstieg von 1,6% (2012: 1,4%) bei. Der Beitrag von Produktinnovationen zum Branchenumsatz ging 2013 dagegen auf 10 % zurück. 2012 waren es noch über 15% gewesen. Marktneuheiten trugen 2013 nur 1,7% (2012: 2,8%) zum Umsatz bei. Allerdings hat die Branche dieser Entwicklung 2013 wieder gegengesteuert. Denn der Anteil der Unternehmen, die Marktneuheiten eingeführt haben, stieg von 6 auf 11%, sodass in Zukunft wieder höhere Umsätze durch originär neue Produkte zu erwarten sind. Gleichzeitig sank der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen von 13 auf 11 %. Die Innovationsausgaben stiegen leicht von 0,94 auf 0,96 Mrd. €. Für 2014 ist mit einem deutlichen Zuwachs auf 1,20 Mrd. € zu rechnen. 2015 soll dieses hohe Niveau annähernd gehalten werden (1,15 Mrd. €). Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben je Umsatz) lag 2013 bei 1,6%. Die Innovationsaktivitäten sollen 2014 wieder in Richtung Prozessinnovationen verlagert werden: 22% der Unternehmen planen solche Verfahrensneuerungen (2013: 24%), während nur 19 % Produktinnovationen vorantreiben wollen (2013: 33%). Für 2015 sehen ebenfalls mehr Unternehmen Prozess- als Produktinnovationen vor. Positiv entwickelte sich im Jahr 2013 die FuE-Beteiligung der Unternehmen. 11% betrieben kontinuierlich FuE, weitere 9% befassten sich anlassbezogen mit der Hervorbringung neuer Technologien. 2012 lagen diese Anteile bei 8 bzw. 6%.