Jahrg. 22, Nr. 14, Januar 2015

Die Innovationsaktivitäten des deutschen Großhandels zeigten im Jahr 2013 in unterschiedliche Richtungen. Die Innovatorenquote, d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Dienstleistungsangebote oder neue Verfahren eingeführt haben, lag mit 29% auf dem Niveau des Vorjahres. Die Innovationsausgaben stiegen dagegen merklich von 1,87 Mrd. € im Jahr 2012 auf 2,11 Mrd. € im Jahr 2013 an. Für 2014 ist ein weiterer Anstieg auf 2,17 Mrd. € vorgesehen. 2015 sollen die Innovationsbudgets dann kräftig auf 2,61 Mrd. € angehoben werden. Mit den höheren Innovationsausgaben stieg auch die Innovationsintensität auf 0,21% an. Dies ist gleichwohl der niedrigste Wert im Branchenvergleich. Für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen spielen Innovationen eine eher geringe Rolle. Dies zeigt sich auch am niedrigen Umsatzanteil, der auf neue Dienstleistungsangebote zurückgeht. Mit 3,1% im Jahr 2013 wurde der Tiefstand aus dem Vorjahr von 4,5% noch einmal unterboten. Für diesen neuen Tiefstand ist vor allem die starke Abnahme des Umsatzbeitrags von Nachahmerinnovationen von 4,2 auf 2,8% verantwortlich. Der Umsatzanteil mit Marktneuheiten blieb mit 0,3% gegenüber dem Vorjahr unverändert. Prozessinnovationen trugen 2013 zu durchschnittlichen Kostensenkungen von 1,2% bei. Qualitätsverbesserungen führten zu einem bescheidenen Umsatzanstieg von 0,5%. Auch der Anteil der Unternehmen mit FuE-Aktivitäten nahm ab. 3% betrieben FuE regelmäßig und 4% gelegentlich. 2012 befassten sich noch 9% mit FuE. Ebenso fiel der Anteil der Unternehmen mit Kosteneinsparungen durch Prozessinnovationen auf 5% (2012: 9%). Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten ging um zwei Prozentpunkte auf 3% zurück. Der Anteil innovationsaktiver Unternehmen soll von 24% in 2013 auf zumindest 27% in 2014 steigen, vor allem aufgrund verstärkter Prozessinnovationsanstrengungen. 2015 wollen 20% der Unternehmen die in jedem Fall Innovationsprojekte umsetzen. Weitere 8% waren sich noch unsicher.