Jahrg. 22, Nr. 6, Januar 2015

Die Hersteller von Glas-, Keramik- und Steinwaren in Deutschland hielten sich im Jahr 2013 bei ihren Innovationsaktivitäten etwas zurück. Die Innovationsausgaben gingen von 1,19 Mrd. € im Jahr 2012 deutlich auf 0,94 Mrd. € in 2013 zurück, sollen 2014 aber wieder auf 1,05 Mrd. € angehoben werden. Für 2015 planen die Unternehmen der Branche mit nahezu unveränderten Innovationsbudgets (1,04 Mrd. €). Mit einem Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz von 2,1% wurde der niedrigste Wert seit 2006 erzielt. Der Anteil der Unternehmen mit Produkt- oder Prozessinnovationen blieb mit 40% annähernd auf Vorjahresniveau. Anspruchsvolle Produktinnovationen wurden allerdings nur von einem kleinen Teil eingeführt: 8% der Unternehmen hatten Marktneuheiten im Programm, 11% konnten Sortimentsneuheiten vorweisen. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen fiel im Berichtsjahr auf 5% (2012: 12%), 9% (2012: 14%) führten qualitätsverbessernde Prozessinnovationen ein. Als Ergebnis gingen auch die direkten Erträge dieser Innovationen zurück. Die erzielte Stückkostensenkung verringerte sich von 2,8% auf 1,9%, der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen betrug 2013 1,6% (2012: 2,6%). Marktneuheiten trugen 2013 nur noch 1,6% zum Branchenumsatz bei (2012: 4,6%). Zugenommen hat dagegen der Umsatzanteil Nachahmerinnovationen, er lag 2013 mit 11,1% um 3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Der Anteil der Unternehmen, die kontinuierlich FuE betrieben, blieb 2013 bei 15% kon-stant, während der Anteil der Unternehmen, die sich nur anlassbezogen mit FuE befasst haben, von 18 auf 6% einbrach. Für 2014 planten 39% der Unternehmen der Glas-, Keramik- und Steinwarenin-dustrie fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, weitere 2% waren noch unsicher. 2013 lag der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen bei 44%. Für 2015 wollen ebenfalls 39% in jedem Fall Innovationsaktivitäten durchführen. Der Anteil der unsicheren ist mit 4% angesichts der unklaren Konjunkturaussichten niedrig.