Jahrg. 22, Nr. 17, Januar 2015

2013 war ein schwieriges Jahr für die Finanzdienstleistungsbranche in Deutschland. Dies spiegelt sich auch in den Innovationsaktivitäten wieder. Die Innovationsausgaben sanken 2013 um 0,46 auf 4,74 Mrd. €. Für 2014 ist nur ein geringfügiger Anstieg der Innovationsbudgets auf 4,83 Mrd. € geplant, und für 2015 ist keine wesentliche Veränderung vorgesehen. Vom gesamten Branchenumsatz (Bruttozins- und -provisionserträge sowie Bruttobeitragseinnahmen) wurden 0,51% für Innovationsvorhaben bereitgestellt (2012: 0,55%). Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, ging um 7 Prozentpunkte auf 41% kräftig zurück. Dies ist vor allem auf den starken Rückgang im Bereich der Versicherungen und Makler zurückzuführen. Dort sank die Innovatorenquote um 11 Prozentpunkte von 52 auf 41%. Der Umsatzanteil mit neuen Produkten konnte gegenüber 2012 um einen Prozentpunkt gesteigert werden, lag jedoch mit 8,3% noch deutlich unter dem Wert von 2011 mit 11,9%. Dabei überwog - wie in den Vorjahren - der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen den von Marktneuheiten deutlich. Der Kostensenkungsbeitrag durch Prozessinnovationen stieg leicht um 0,4 Pro-zentpunkte auf 4,7%. Die hohen Erfolge im Bereich von Qualitätsverbesserungen des Jahres 2011 konnten 2013 wiederholt werden. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen erreichte wieder 3,4%, nach nur 1,7% im Jahr 2012. Der Anteil der Unternehmen mit FuE-Aktivitäten erhöhte sich 2013 um 2 Prozentpunkte 13%. 2014 soll die Innovationsbeteiligung wieder zunehmen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte von 42% (2013) auf zumindest 46% in 2014 ansteigen. Weitere 3% waren sich noch unsicher. Für 2015 zeichnet sich dagegen ein starker Rückgang ab. Lediglich 34% der Unternehmen planten fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, weitere 6% waren noch unentschieden.