Jahrg. 22, Nr. 12, Januar 2015

Die Branche Energieversorgung, Bergbau und Mineralölverarbeitung baute ihr Innovationspotenzial im Jahr 2013 weiter aus. Die Innovationsausgaben nahmen gegenüber dem Vorjahr auf 4,80 Mrd. € zu (2012: 3,95 Mrd. €). Verantwortlich hierfür war vor allem der Bereich Energieversorgung mit einem Innovationsbudget von 4,26 Mrd. € in 2013. Die Innovationsausgaben entsprechen 0,7% des Branchenumsatzes. Im Vergleich zu anderen Branchen ist das ein sehr niedriger Wert. 32% der Unternehmen versuchten 2013, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Einführung neuer Produkte oder Prozesse zu behaupten oder auszubauen (2012: 28%). Der Anteil der Unternehmen mit Marktneu-heiten sank um 3 Prozentpunkte auf 3%, während der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen deutlich von 8 auf 14% anstieg. Parallel mit den gestiegenen Ausgaben konnte der mit Produktneuheiten generierte Umsatzanteil gesteigert werden. Er lag mit 4,3% um 0,6 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Den höchsten Wert erzielte mit 10,9% die Mineralölverarbeitung. Die Einsparungen durch Prozessinnovationen gingen in der gesamten Branche um 0,2 Prozentpunkte auf 3,6% zurück. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen erhöhte sich leicht auf 1,4%. 12% der Unternehmen betrieben 2013 intern FuE (2012: 14%), darunter 7% auf kontinuierlicher Basis. Im Jahr 2014 sollen die Innovationsausgaben der Branche um rund 0,5 Mrd. € auf 4,31 Mrd. € zurückgenommen werden. Für 2015 sind Ausgaben von 4,24 Mrd. € vorgesehen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen wird 2014 mit rund 30% stabil bleiben. Für 2015 planten nur 25% der Unternehmen fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 8% waren noch unsicher, ob sie in Innovationsprojekte investieren sollen. In beiden Jahren ist vorgesehen, die Innovationsaktivitäten in Richtung Prozessinnovationen zu verschieben.