Jahrg. 22, Nr. 9, Januar 2015

Nachdem die Elektroindustrie die Wirtschaftskrise rasch überwunden und 2010 einen beachtlichen Auftrags- und Umsatzanstieg in allen Segmenten verzeichnet hatte, konnte dieses Tempo in den Jahren 2012 und 2013 nicht gehalten werden. Die wenig dynamische konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2013 spiegelt sich auch in den Innovationsindikatoren wider, die sich im Vorjahresvergleich kaum verändert haben. Die Innovatorenquote (Anteil der Unternehmen mit Produkt- oder Prozessinnovationen) lag 2013 mit 70% einen Prozentpunkt über dem Vorjahreswert. Der Anteil der FuE betreibenden Unternehmen erreichte mit 61% exakt den Wert aus 2012. Der Umsatzanteil von neuen Produkten erhöhte sich geringfügig auf 32%. Bei den Innovationsausgaben war dagegen ein stärkerer Zuwachs von 16,2 Mrd. € (2012) auf 17,7 Mrd. € in 2013 fest-zustellen. In der Teilbranche Elektronik, Messtechnik und Optik stiegen die Innovationsbudgets von 9,4 auf 10,6 Mrd. €. In der Elektrotechnik war die Dynamik geringer (plus 0,3 Mrd. € auf 7,1 Mrd. €). Die Innovationsintensität (Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz) war 2013 mit 10,0% die zweithöchste im Branchenvergleich und lag einen Prozentpunkt über dem Vorjahr. Ein Aufwärtstrend war auch bei den Ra-tionalisierungsbeiträgen von Prozessinnovationen (Verringerung der durchschnittlichen Stückkosten) zu beobachten. Der Indikator erreichte 2013 mit 5,2% ein deutlich höheres Niveau als 2012 (4,4 %). Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen blieb unverändert bei 3,3%. Für 2014 planten die Unternehmen, die Innovationsausgaben auf 17,3 Mrd. € zu-rückzufahren. Für 2015 ist keine Veränderung vorgesehen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte im Jahr 2014 bei 72% stabil bleiben. Im Jahr 2015 könnte es zu einem leichten Rückgang kommen. 69% planten fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, weitere 4% waren noch unsicher.