Jahrg. 21, Nr. 13, Januar 2014

Die Innovationsaktivitäten der Wasserversorgungs-, Entsorgungs-und Recyclingbranche im Jahr 2012 spiegeln die unsichere wirtschaftliche Gesamtlage wider. Nach dem kurzzeitigen Hoch im Nachkrisenjahr 2010 folgte ein erneuter Einbruch, was man auch anden Innovationsbudgets von 2012 erkennen kann. Mit 0,37 Mrd. € liegen die Ausgaben der Branche auf einem Rekordtief. Bis 2014 sind weitere Kürzungen auf 0,33 Mrd. € vorgesehen. Gemessen am Branchenumsatz machten die Innovationsausgaben im Jahr 2012 einen Anteil von nur 0,8% aus (2011: 1,0%, 2010 noch 1,5%). Für den Rückgang ist die Wasserver-und Abwasserentsorgung verantwortlich, deren Innovationsintensität um einem Prozentpunkt auf 0,9% fiel, während das Entsorgungs-und Recyclingsegment ein leichtes Plus von 0,1 Prozentpunkten auf 0,8% meldete. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, sank 2012 ebenfalls von 25% in 2011 auf 22% in 2012. Der mit neuen Dienstleistungsangeboten erzielte Umsatzanteil verringerte sich 2012 auf 2,2% (2011: 3,0%). Der Umsatzbeitrag von Nachahmerinnovationen fiel besonders stark von 2,4% auf 1,5%. Marktneuheiten trugen 0,7% zum Gesamtumsatz bei, ein leichtes Plus gegenüber 2011. Die Kosteneinsparungen durch Prozessinnovationen gingenauf 1,7% zurück (2011: 1,9%). Auch der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen fiel mit 1,2% um 0,5 Prozentpunkte niedriger aus. Der traditionell niedrige Anteil von Unternehmen mit Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten stieg 2012 von 10% auf 12%. Die meisten Unternehmen betrieben nur gelegentlich FuE und setzen damit auf Flexibilität.Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen lag 2012 bei 26%. Dieser Wert dürfte 2013 leicht steigen. Im Jahr 2014 ist eine Abnahme der Innovationsaktivitäten zu vermuten, wobei 18% der Unternehmen noch unsicher waren, ob sie 2014 Innovationsaktivitätenn durchführen werden.