Jahrg. 21, Nr. 15, Januar 2014

Nach den deutlichen Umsatzzuwächsen in den Jahren 2010 und 2011 im Transportgewerbe und beiden Postdienstleistungen zeigte sich die wirtschaftliche Stimmung 2012 verhaltener. Dies schlug sich auch in den Innovationsindikatoren nieder. Die Innovationsausgaben, deren Höhe vor allem vom Landverkehr bestimmt wird, gingen von 6,6 Mrd. € in 2011 auf 6,1 Mrd. € in 2012 zurück. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben als Anteil des Umsatzes) nahm um 0,2 Prozentpunkte auf 2,3% ab. Den niedrigeren Innovationsausgaben stand 2012 jedoch eine höhere Innovatorenquotegegenüber. Der Anteil der Unternehmen, die zumindest eine Produkt- oder Prozessinnovation eingeführt haben, lag bei 19% (+1 Prozentpunkt). Während der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten von 2% auf 3% leicht anstieg, gelang es weniger Unternehmen, kostensenkende Prozessinnovationen einzuführen. Der Umsatzanteil, der auf neue Dienstleistungsangebote zurückgeht, reduzierte sich deutlich von 7,3% auf 5,9%. Ausschlaggebend hierfür waren niedrigere Umsätze mit Nachahmerinnovationen (4,5% in 2012, -1,5 Prozentpunkte). Die direkten Erträge von Prozessinnovationen waren im Berichtsjahr ebenfalls rückläufig. Die Kosteneinsparungen sanken von 2,6% auf 2,0%. Auch der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen blieb mit 1,8% unter dem Vorjahresniveau von 2,2%. Der branchenüblich sehr niedrige Anteil von Unternehmen mit FuE-Aktivitäten sank in der Gruppe der gelegentlich FuE-aktiven von 3% im Jahr 2011 auf 1% im Jahr 2012. Die Zukunftsaussichten sind verhalten. Die Innovationsausgaben sollen 2013 zwarauf 6,42 Mrd. € erhöht, im Jahr 2014 aber wieder auf das Niveau von 2012 zurückgefahren werden. Die Innovationsbeteiligung dürfte 2013 spürbar steigen. Viele Unternehmen planten für dieses Jahr die Umsetzung von Prozessinnovationen (20%, nach 15% in 2012). 2014 dürfte der Anteil der innovationsaktiven Unternehmen allerdings deutlich sinken. Nur 15% planen fest mit Innovationsaktivitäten, weiter 15% sind noch unsicher.