Jahrg. 21, Nr. 1, Januar 2014

2012 konnte die Nahrungsmittel-, Getränke-und Tabakindustrie entgegen dem negativen Trend der vergangenen Jahre leichte Umsatzzuwächse verbuchen. In den Innovationsaktivitäten der Branche war diese positive Entwicklung allerdings nur teilweise spürbar. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, stieg im Berichtsjahrleicht auf 35% (2011: 33%). Die Innovationsausgaben haben nach dem Rückgang im Jahr 2010 ein stabiles Niveauerreicht, sie lagen 2012 bei 2,71 Mrd. €. Der Anteil der Innovationsausgaben am Branchenumsatz (Innovationsintensität) betrug im Berichtsjahr 1,4%. Gegenüber der Getränke-und Tabakindustrie weist die Nahrungsmittelindustrie weitaus höhere Innovationsausgaben bei niedrigeren Innovatorenquoten auf, d.h. die Innovationstätigkeit ist hier stärker auf große Unternehmen konzentriert. Der mit neuen Produkten generierte Umsatzanteil lag 2012 bei 7,5% und somit erheblich niedriger als 2011, als 11,6% des Branchenumsatzes mit Produktinnovationen erzielt wurden. Marktneuheiten spielten wie in den Vorjahren eine untergeordnete Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen, man setzte eher auf Nachahmerinnovationen. Eine Ursache dafür ist der hohe Anteil von Unternehmen ohne eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von 82%. Durch Qualitätsverbesserungen erreichte die Branche einen bedeutenden Umsatzanstieg von 2,1%. So konnte dem seit 2006 anhaltenden Negativtrend Einhalt geboten werden. Die Innovationsausgaben sollen in den nächsten zwei Jahren leicht zurückgehen. Für 2013 werden 2,62 Mrd. € und 2014 2,45 Mrd. € geplant. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2013 ansteigen, 2014 aber wieder abnehmen. Dabei sollen sowohl Produkt- als auch Prozessinnovationen zurückgefahren werden.