Jahrg. 21, Nr. 16, Januar 2014

Die Mediendienstleistungen (Druckgewerbe, Verlage, Filmindustrie, Tonstudios, Rundfunk) stehen noch immer vor großen Herausforderungen, wie etwa der Digitalisierung von Produkten und Vertriebswegen. Die uneinheitliche wirtschaftliche Lage der Branche spiegelte sich in den Innovationsaktivitäten der Unternehmen wider. Die Talfahrt aus dem Jahr 2011 scheint noch nicht vollends beendet, was auch an den Innovationsindikatoren abzulesen ist. Der Anteil der Innovatoren stieg 2012 leicht auf 44% (2011: 43%), was besonders am Film-und Rundfunksektor lag, der seine Quote von 45% auf 54% erhöht hat. Die Innovationsausgaben folgten dem seit 2009 anhaltenden Abwärtstrend und sanken 2012 weiter auf 1,60 Mrd. € (2011: 1,72 Mrd. €). Das entspricht, wie im Vorjahr, 2,1% des Branchenumsatzes. Die Film- und Rundfunksparte zeigt sich mit einer Innovationsintensität von 2,6% besonders innovationsfreudig. Der Umsatzanteil von Produktneuheiten ging deutlich von 12,2% auf 8,2% zurück, was vor allem an niedrigeren Umsätzen mit Nachahmerinnovationen lag. Die Einführung von Marktneuheiten brachte hingegen ein leichtes Plus auf 1,9%. Durch Prozessinnovationen konnten die Druckereien und Verlage eine durchschnittliche Kostensenkungvon 3,0% (2011: 2,8%) erzielen. Der Anteil der Unternehmen mit FuE-Aktivitäten blieb bei 18% stabil. Die Planungen der Unternehmen für 2013 und 2014 sehen weitere Einschnitte beim Innovationsbudget vor. 2013 sollen die Ausgaben auf 1,37 Mrd. € und 2014 auf 1,27 Mrd. € sinken. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen (2012: 47%) könnte 2013 leicht steigen. 45% planten fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 10% waren noch unsicher. 2014 wird die Innovationsbeteiligung wohl zurückgehen, da nur 31% sicher innovativ tätig werden wollen und 16% noch unsicher sind.