Jahrg. 21, Nr. 8, Januar 2014

Das Jahr 2012 war für den deutschen Maschinenbau durch eine stabile konjunkturelle Entwicklung bei allerdings steigender Unsicherheit geprägt. Im Innovationsbereich zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. Die Innovationsausgaben nahmen 2012 um 0,5% auf 13,3 Mrd. € leicht zu. Mit einer Innovationsintensität von 5,6 % gehört die Branche zu den innovationsstarken Industrien Deutschlands. Der Anteil der Innovatoren ging 2012 allerdings um 3 Prozentpunkte auf 70 % zurück, d.h. auf das Niveau der Jahre 2009/10. Während der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten um einen Prozentpunkt auf 29% zunahm, erhöhte sich der Anteil der Unternehmen mit Sortimentsneuheiten stark von 26% auf 33%. Der Anteil der Prozessinnovatoren stieg von 32% (2011) auf 36% (2012), wo-für vor allem mehr Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen verantwortlich sind (Anstieg von 16% auf 19%). Der Umsatzanteil mit Produktneuheiten sank von 28,5% in 2011 auf 22,4% im Jahr 2012. Der Anstieg des Umsatzanteils von Marktneuheiten (von 6,2% auf 7,9%) konnte den erheblichen Rückgang beim Umsatzbeitrag von Nachahmerinnovationen (von 22,3% auf 14,9%) nicht ausgleichen. Die Stückkostensenkung durch Prozessinnovationen erreichte 2012 mit 4,0% ein recht hohes Niveau. Qualitätsverbesserungen führten zu einem Umsatzanstieg von 2,0%. 61% der Maschinenbauunternehmen betrieben 2012 unternehmensintern FuE, darunter 41% auf kontinuierlicher Basis. Das bedeutet einen Anstieg von 10 bzw. 6 Prozentpunkten gegenüber 2011. Für 2013 und 2014 lassen die Planungen kaum Änderungen bei den Innovationsaktivitäten erwarten. Die Innovationsausgaben sollen 2013 auf dem Vorjahresniveau bleiben und im Jahr 2014 leicht auf 13,7 Mrd. € steigen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2013 und 2014 leicht sinken, wenngleich 6% bzw. 12% noch unsicher waren, ob sie in diesen Jahren Innovationsaktivitäten durchführen werden.