Jahrg. 21, Nr. 14, Januar 2014

Die Innovationsaktivitäten des deutschen Großhandels blieben im Jahr 2012 auf niedrigem Niveau stabil. Die Innovatorenquote, d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Dienstleistungsangebote oder neue Verfahren eingeführt haben, lag mit 29% knapp unter dem Vorjahresniveau. Die Innovationsausgaben stiegen 2012 leicht auf 1,90 Mrd. € an, nach 1,80 Mrd. € im Jahr 2011. Gleichwohl machen die Ausgaben für Projekte, die auf die Entwicklung und Einführung neuer Angebote oder Verfahren abzielen, im Großhandel nur einen kleinen Teil des Umsatzes aus. Die Innovationsintensität von 0,2% ist wie im Vorjahr die niedrigste im Branchenvergleich. Für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen spielen Innovationsaktivitäten eine eher geringe Rolle. Dies zeigt sich auch am niedrigen Umsatzanteil, der auf neue Dienstleistungsangebote zurückgeht. Mit 4,4% im Jahr 2012 hat die Branche bei diesem Indikator einen neuen Tiefstand erreicht. Für diesen ist die starke Abnahme des Umsatzbeitrags von Marktneuheiten von 1,3% auf 0,3% verantwortlich. Dominierend bleibt der Anteil der Nachahmerinnovationen mit 4,1%. Der Anteil der Unternehmen mit FuE-Aktivitäten nahm leicht zu, 2% betrieben FuE regelmäßig und 7% gelegentlich. Erfolge sind bei prozessseitigen Innovationen zu finden. Neue Verfahren trugen zu Kosteneinsparungen von durchschnittlich 2,4% bei (2011: 1,9%). Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen fiel dagegen auf 0,9% (2011: 1,6%). Die Innovationsbudgets sollen 2013 auf 1,69 Mrd. € zurückgefahren werden. Für 2014 ist mit einer weiteren Reduktion auf dann 1,60 Mrd. € zu rechnen. Der Anteil innovationsaktiver Unternehmen dürfte von 29% in 2012 auf zumindest 33% in 2013 steigen, vor allem aufgrund verstärkter Prozessinnovationsanstrengungen. Für 2014 planten 24% der Unternehmen fest mit der Durchführung von Innovationsprojekten. Weitere 18% (2013: 14%) waren sich noch unsicher.