Jahrg. 21, Nr. 10, Januar 2014

Der Fahrzeugbau bleibt die innovationsintensivste Branche der deutschen Wirtschaft. Die Innovationsausgaben als Anteil des Umsatzes sind mit 10,2% so hoch wie in keiner anderen Branche. Ebenso erzielt keine andere Branche einen so hohen Umsatzanteil mit neuen Produkten. Im Jahr 2012 stieg diese Kennzahl um 1,2 Prozent-punkte auf 51,2% an. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, hat mit 68% wieder das Niveau früherer Jahre erreicht, nachdem der Indikator 2011 auf 55% eingebrochen war. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten ging dagegen im Jahr 2012 von 30% auf 26% zurück. 23% der Unternehmen führten kostensenkende Prozessinnovationen ein, die durchschnittliche Stückkostensenkung konnte auf 5,5% verbessert werden (2011: 5,0%). In diesem Bereich besonders erfolgreich zeigte sich der Schiff-, Bahn- und Flugzeugbau mit einem Anstieg um 0,9 Prozentpunkte auf 7,6%. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen fiel 2012 auf 1,9%, den schlechtesten Wert seit 2002. Die FuE-Aktivitäten blieben branchenüblich hoch. Die Anzahl der kontinuierlich FuE betreibenden Unternehmen wuchs um einen Prozentpunkt auf 34%. Der Anteil der nur gelegentlich forschenden Unternehmen ging dagegen von 24% auf 18% zurück. Die deutliche Erhöhung der Innovationsausgaben im deutschen Fahrzeugbau soll bis 2014 fortgesetzt werden. 2013 sollen die Innovationsbudgets auf 45,4 Mrd. € und 2014 auf 47,1 Mrd. € anwachsen. Der Zuwachs wird allein durch den Automobilbau getragen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen wird 2013 zumindest auf Vorjahresniveau (69%) bleiben, wobei sich 15% noch unsicher sind, ob sie in neue Produkte und Prozesse investieren sollen. Für 2014 sind sich sogar 20% der Unternehmen über ihre Innovationstätigkeit noch im Unklaren. Dies weist auf die derzeit hohe Unsicherheit über die künftige Marktentwicklung im Fahrzeugbau hin.