Jahrg. 21, Nr. 12, Januar 2014

Die Branche Energieversorgung, Bergbau und Mineralölverarbeitung baute ihr Innovationspotenzial im Jahr 2012 weiter aus. Die Innovationsausgaben nahmen gegenüber dem Vorjahr auf 3,41 Mrd. € zu (2011: 3,11 Mrd. €). Dies entspricht 0,6% des Branchenumsatzes. Im Vergleich zu anderen Branchen ist das ein sehr niedriger Wert. Im Gegensatz zu den stark abgefallenen Vorjahreszahlen versuchten 2012 29% der Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Einführung neuer Produkte oder Prozesse zu behaupten oder auszubauen (2010: 37%; 2011: 27%). Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten wuchs um 3 Prozentpunkte auf 6%, während der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen leicht abnahm. Innerhalb der Branche hatte die Mineralölverar-beitung mit 86% eine bemerkenswert hohe Innovatorenquote (2011 erst 60%). Trotz der gestiegenen Ausgaben konnte der mit Produktneuheiten generierte Umsatzanteil nicht gesteigert werden. Er verharrte mit 4,2% auf dem niedrigen Vorjahresniveau. Mit einem Umsatzanteil von 4,6% fiel der Produktinnovationserfolg in der Mineralölverarbeitung deutlich geringer als noch 2010 aus und blieb 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Die Einsparungen durch Prozessinnovationen blieben in der gesamten Branche mit 3,7% auf Vorjahresniveau. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen ging von 1,6% im Vorjahr auf 1,2% im Jahr 2012 zurück. In denJahren 2013 und 2014 sollen die Innovationsausgaben der Branche weitersteigen. 2013 wird mit Innovationsbudgets von 4,32 Mrd. € gerechnet, für 2014 sind 4,69 Mrd. € geplant. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen wird 2013 zumindest auf dem Niveau von 2012 (31%) stabil bleiben, wobei sich weitere 13% noch unsicher waren, ob sie 2013 Innovationsaktivitäten vorantreiben sollen. Für 2014 ist der Anteil der Unsicheren mit 18% noch höher.Für 2014 planten nur wenige Unternehmen die Entwicklung und Einführung neuer Produkte.