Jahrg. 21, Nr. 4,  Januar 2014

Die Innovationsausgaben der Chemie- und Pharmaindustrie erreichten 2012 mit 13,3 Mrd. € ein Rekordhoch (2011: 13,1 Mrd. €). Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) der Branche lag bei 6,9%, wobei die Pharmaindustrie mit 14,9% auf einen deutlich höheren Wert als die Chemieindustrie (4,4%) kam. Beide Teilbranchen erhöhte ihre Innovationsintensität im Vorjahresvergleich. Die Innovatorenquote, d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, ging auf 71% zurück (2011: 79%). Gleichzeitig sank auch der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten um 3 Prozentpunkte. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen nahm besonders stark von 30 % auf 19 % ab. Der Anteil der Unternehmen mit kontinuierlichen FuE Aufwendungen ging von 62% auf 57% zurück. Dafür stieg der Anteil der Unternehmen, die sich nur anlassbezogen mit FuE befassen, um 2 Prozentpunkte auf 13% an. Die Innovationserfolge blieben im Berichtsjahr stabil. Wie im Vorjahr wurden 14,7% des Branchenumsatzes mit Produktneuheiten erzielt. Dabei stieg der Umsatzanteil mit Marktneuheiten erheblich von 3,2% auf 4,9%. Der Kostensenkungsanteil durch Prozessinnovationen lag mit 3,4% um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Für die Jahre 2013 und 2014 lassen die Planzahlen eine weitere kräftige Zunahme der Innovationsausgaben auf 16,3 Mrd. € bis 2014 erwarten. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2013 wieder leicht steigen. Für 2014 sehen die Zahlen verhaltener aus, 6 % der Unternehmen sind noch unsicher, ob sie Innovationsaktivitäten durchführen werden. Prozessinnovationen haben 2014 eine geringere Priorität.