Jahrg.21, Nr. 20, Januar 2014

Die Beratungs- und Werbebranche stand 2012 vor wirtschaftlichen Herausforderungen, die auch für das kommende Jahr anzuhalten scheinen. Ein Spiegelbild dieser Lage zeigt sich in den Innovationsindikatoren. Die Innovationsausgaben erhöhten sich im Jahr 2012 nur geringfügig um 0,05 Mrd. € auf 0,81 Mrd. €. Während die Innovationsintensität innerhalb der Unternehmensberatung von 2,5% auf 1,8% absank, verzeichneten die übrigen Segmente kleine Zuwächse. Die Innovatorenquote – d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder neue Prozesse eingeführt haben – stagnierte auf dem Vorjahreswertvon 33%. Die Erfolgsindikatoren von Prozessinnovationen sind zum Teil stark abgesunken. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen gingvon 3,3% auf 2,1% zurück. Der Kostensenkungsanteil durch Prozessinnovationen verringerte sich um 2,2 Prozentpunkte auf nur noch 0,8%. Die stabilen Zahlen der Vorjahre beiden mit neuen Dienstleistungsangeboten generierten Umsatzanteilen konnten 2012 nicht gehalten werden. Der Umsatzanteil neuer Produktefielvon 8,6% auf 7,2%, was primär an niedrigeren Umsätzen mit Nachahmerinnovationen liegt. Der Anteil der Unternehmen, die eigene Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten aufweisen, blieb 2012 stabil. 13% der Unternehmen betrieben FuE, darunter 5% kontinuierlich. Der Ausblick auf 2013 und 2014 fällt pessimistisch aus: Die Innovationsausgaben sollen 2013auf 0,77 Mrd. € und 2014 weiterauf 0,73 Mrd. € verringert werden. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2013 bestenfalls konstant bleiben und wird 2014 mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückgehen. In beiden Jahren planen deutlich weniger Unternehmen die Einführung von neuen Dienstleistungsprodukten, während die Prozessinnovationsaktivitäten verstärkt werden sollen.