Jahrg. 20, Nr. 13, Januar 2013

Die positive wirtschaftliche Entwicklung der Wasserversorgungs-, Entsorgungs- und Recyclingbranche im Jahr 2011 spiegelte sich nur teilweise in Innovationsaktivitäten wider. Nach dem Einbruch im Krisenjahr 2009 senkten die Unternehmen ihre Innovationsbudgets 2011 weiter auf 0,28 Mrd. €, womit sie deutlich unter den Werten der Jahre 2007/08 (jeweils rund 0,6 Mrd. €) lagen. Für 2012 ist aber wieder eine leichte Steigerung auf 0,36 Mrd. vorgesehen. Gemessen am Branchenumsatz machten die Innovationsausgaben im Berichtsjahr einen Anteil von 0,7% (2010: 0,9%) aus. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, sank um einen Prozentpunkt auf 25%. Nur 11% der Unternehmen betrieben 2011 intern Forschung und Entwicklung, nach noch fast einem Viertel drei Jahre zuvor. Ungünstig entwickelten sich die Erfolgsindikatoren, wenn auch produktseitig auf niedrigem Niveau. Trotz neuen Dienstleistungsangeboten sank der erzielte Umsatzanteil auf 2,7% in 2011. Damit belegte die Branche den letzten Rang unter allen Wirtschaftszweigen. Die Abnahme um 2,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr beruhte vor allem auf weniger Nachahmerinnovationen. Der Rationalisierungserfolg durch Prozessinnovationen fiel deutlich von 3,8% (2010) auf 1,8%. Mit Hilfe von Qualitätsverbesserungen konnten der Umsatz 2011 um 1,6% gesteigert werden (2010: 1,3%). Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen, der 2011 bei 26% lag, dürfte sich 2012 und 2013 leicht erhöhen. So planten für 2012 30% der Unternehmen sicher mit Innovationsprojekten. Für 2013 sinkt dieser Anteil um drei Prozentpunkte. Allerdings waren 6% bzw. 11% der Unternehmen sich noch unsicher, ob sie 2012 bzw. 2013 Innovationsaktivitäten durchführen werden. Prozessinnovationsaktivitäten werden 2012 und 2013 an Gewicht gewinnen.