Jahrg. 20, Nr. 15, Januar 2013

Die positive wirtschaftliche Entwicklung im Transportgewerbe sowie bei den Postdienstleistern im Jahr 2011 spiegelt sich auch in den Innovationsaktivitäten der Branche wider. Die Innovationsausgaben wurden um etwa eine halbe Mrd. € auf 6,5 Mrd. € erhöht. Gemessen am Umsatz machten sie einen Anteil von 2,5% aus und damit mehr als 2010 (2,4%). Die Innovationsausgaben sollen auch 2012 und 2013 weiter auf 6,74 Mrd. € und 6,95 Mrd. € steigen. Die Innovatorenquote, d.h. der Anteil der Unternehmen, die zumindest eine Produkt- oder Prozessinnovation eingeführt haben, ging 2011 allerdings zurück und erreichte mit 18% einen neuen Tiefststand. Seit 2008 ist dieser Indikator, der insbesondere die Innovationsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen misst, um 13 Prozentpunkte gefallen. Der Trend einer stärkeren Konzentration der Innovationstätigkeit auf die größeren Unternehmen setzt sich damit fort. Der Umsatzanteil, der durch neu eingeführte Dienstleistungsangebote erzielt werden konnte, ging gegenüber 2010 um 0,6 Prozentpunkte auf 7,3% zurück. Dies ist gleichwohl der zweithöchste Wert seit 2003. Der Umsatzanteil mit Marktneuheiten konnte leicht auf 1,4% ausgebaut werden. Mit Hilfe von Prozessinnovationen wurden Kosteneinsparungen von 2,5% erzielt, womit der sehr hohe Vorjahreswert von 2,9% nicht ganz erreicht wurde. Qualitätsverbesserungen führten im Jahr 2011 zu einem Umsatzanstieg von 2,1%, dies ist der höchste Wert seit 2005. Mit Forschung und Entwicklung (FuE) beschäftigten sich 2011 nur 5% der Unternehmen. Auch der geringe Anteil, der auf kontinuierliche Aktivitäten entfällt (2%), unterstreicht, dass FuE für die Branche eine untergeordnete Rolle spielt. Die Innovationsbeteiligung wird 2012 zunehmen, wobei sich die Aktivitäten in Richtung Prozessinnovationen verschieben. 2013 werden dagegen Produktinnovationen wieder an Bedeutung gewinnen.