Jahrg. 20, Nr.2, Januar 2013

Nach dem Krisenjahr 2009 hat sich auch 2011 die positive Umsatztendenz in der Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie fortgesetzt. Während die Innovationsbudgets 2011 nicht weiter erhöht wurden und auch bis 2013 kein kräftiger Anstieg der Innovationsausgaben zu erwarten ist, ist die Grundstimmung in der Branche dennoch positiv. Für 2012 und 2013 plant ein deutlich höherer Anteil der Unternehmen, Innovationsaktivitäten durchzuführen. Im Jahr 2011 ging allerdings der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, um 5 Prozentpunkte auf 49 % zurück. 20 % der Unternehmen führten Marktneuheiten ein und 13 % realisierten kostensenkende Prozessinnovationen. 28% der Unternehmen betrieben FuE-Aktivitäten, 16% davon auf kontinuierlicher Basis. Der Anteil der Unternehmen ohne FuE-Aktivitäten steigt in den letzten Jahren stetig an. Die Innovationsausgaben der Branche beliefen sich 2011 auf 0,67 Mrd. €. In der Textilindustrie blieben sie mit 0,24 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr fast unverändert. In der Bekleidungs- und Lederindustrie gingen die Ausgaben für Produkt- und Prozessinnovationen leicht von 0,46 auf 0,43 Mrd. € zurück. Für die gesamte Branche sollen die Innovationsausgaben 2012 und 2013 mit 0,68 bzw. 0,71 Mrd. € leicht über dem Wert von 2011 liegen. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) lag 2011 bei 2,5 %, nach 2,8 % in 2010. Der durch Produktneuheiten generierte Umsatzanteil konnte nach dem Tief im Krisenjahr 2009 erheblich gesteigert werden und erreichte 2011 mit 27 % wieder das hohe Vorkrisenniveau. Mit Hilfe von Prozessinnovationen konnte 2011 eine Stückkostensenkung von 2,7% erzielt werden.