Jahrg.20, Nr.19, Januar 2013

Die positive wirtschaftliche Entwicklung der technischen Dienstleistungen (Ingenieur- und Architekturbüros, technische Labore) und der auf die Durchführung von FuE spezialisierten Unternehmen spiegelte sich im Jahr 2011 nur teilweise in den Innovationsaktivitäten der Branche wider. Die Innovatorenquote ging deutlich um sieben Prozentpunkte auf 44% zurück. Mit 3,9 Mrd. € lagen die Innovationsausgaben im Berichtsjahr nahezu auf Vorjahresniveau. Gemessen am Branchenumsatz machten sie einen Anteil von 7,6% aus (2010: 7,4%). Der Umsatzanteil, der mit neuen Produkten erzielt wurde, betrug 2011 14,2% gegen-über 15,1% in 2010. Sowohl bei den technischen Dienstleistungen als auch bei den FuE-Dienstleistern fiel der Umsatzbeitrag durch Marktneuheiten niedriger aus als im Vorjahr. Prozessinnovationen führten zu Kosteneinsparungen von durchschnittlich 2,4% (2010: 2,3%), wobei die FuE-Dienstleistungen mit einer Kostensenkung von 5,7% einen deutlich höheren Rationalisierungserfolg erzielen konnten als die Ingenieur- und Architekturbüros und die technischen Labore (1,9%). Mit Hilfe von Qualitätsverbesserungen erzielte die gesamte Branche einen Umsatzanstieg von 3,4%. Gegenüber 2010 bedeutet dies ein Minus von 0,4 Prozentpunkten. Auch die FuE-Beteiligung entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr negativ: 33% der Unternehmen betrieben Forschung und Entwicklung (2010: 40%). Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte im Jahr 2012 leicht zunehmen. 52% planten sicher mit der Durchführung von Innovationsprojekten, weitere 5% waren noch unentschlossen. 2013 sollte die Innovationsbeteiligung bei zumindest 50% liegen, wobei weitere 8% der Unternehmen noch unsicher waren. Generell ist mit einer Verschiebung der Aktivitäten in Richtung von Prozessinnovationen zu rechnen. Die Innovationsausgaben sollen in beiden Jahren leicht steigen und 2013 einen Wert von 4,1 Mrd. € erreichen.