Jahrg. 20, Nr. 1, Januar 2013

2011 konnte die Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie dem positiven Trend der vergangenen Jahre mit einer leichten Steigerung der Umsätze fortsetzen. In den Innovationsaktivitäten der Branche war diese positive Entwicklung allerdings nur zum Teil sichtbar. So ging der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, im Berichtsjahr auf 33% zurück (2010: 40%). Die Höhe der Innovationsausgaben, die wesentlich von den Großunternehmen bestimmt wird, stieg dagegen deutlich von 2,06 Mrd.€ in 2010 auf 2,74 Mrd.€ in 2011. Der Anteil der Innovationsausgaben am Branchenumsatz (Innovationsintensität) betrug 2011 1,4%, nach 1,1% in 2010. Gegenüber der Getränke- und Tabakindustrie weist die Nahrungsmittelindustrie eine höhere Innovationsintensität bei niedrigeren Innovatorenquoten auf, d.h. die Innovationstätigkeit ist hier stärker auf große Unternehmen konzentriert. Der mit neuen Produkten generierte Umsatzanteil lag 2011 bei 11,2% und somit um 3,2 Prozentpunkte höher als 2010. Marktneuheiten spielten wie in den Vorjahren eine untergeordnete Rolle. Die durch Prozessinnovationen erreichten Kosteneinsparungen lagen mit 2,8% rund 1 Prozentpunkt unter dem Vorjahresniveau. Durch Qualitätsverbesserungen erreichte die Branche einen Umsatzanstieg von 2,2%. Die Innovationsausgaben sollen 2012 leicht auf 2,57 Mrd.€ zurückgehen und 2013 auf diesem Niveau verbleiben. 2012 und 2013 dürfte der Anteil der Unternehmen mit Innovationsaktivitäten gegenüber 2011 zunehmen. Der Schwerpunkt der Innovationstätigkeit verschiebt sich in Richtung Prozessinnovationen. Der Anteil der Unternehmen, die nur Produktinnovationen vorantreiben wollen, geht deutlich zurück.