Jahrg. 20, Nr. 11, Januar 2013

Die Branchengruppe der Möbel-, Sport- und Spielwarenindustrie, Medizintechnik sowie Reparatur und Installation von Anlagen und Geräten konnte das Jahr 2011 mit einer deutlichen Steigerung der Innovationsausgaben abschließen. Die Budgets für neue Produkte und Prozesse beliefen sich auf 3,27 Mrd. €, nach 2,75 Mrd. € in 2010. Für 2012 und 2013 lassen die Planzahlen einen weiteren Anstieg auf 3,27 und 3,61 Mrd. € erwarten. Die Innovationsausgaben in % des Umsatzes lagen 2011 bei hohen 3,2%, wofür maßgeblich die Bereiche Medizintechnik sowie Sport- und Spielwaren mit einer Innovationsintensität von 4,9 % verantwortlich waren. Die Innovatorenquote, die die Innovati-onsneigung der kleinen und mittleren Unternehmen widerspiegelt, ging 2011 um drei Prozentpunkte auf 48% zurück. Im Bereich Medizintechnik sowie Sport- und Spielwaren ist die Quote auf 57% gesunken, in der Möbelindustrie nahm sie dagegen auf 41% zu. Im Bereich Reparatur und Installation von Anlagen und Geräten blieb sie mit 42% auf dem Vorjahresniveau. Der mit Produktneuheiten erzielte Umsatzanteil sank 2011 deutlich auf 16% und beruhte vor allem auf Nachahmerinnovationen. Der mit Prozessinnovationen erzielte Kostensenkungsanteil lag mit 2,8% ebenfalls unter dem Vorjahreswert (3,7%). Durch Qualitätsverbesserungen konnte der Umsatz um 3,3% (2010: 2,8%) erhöht werden. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte im 2012 und 2013 jeweils leicht zunehmen. 43% bzw. 40% der Unternehmen planten fest mit Innovationsaktivitäten in den beiden Jahren, weitere 8% bzw. 17% waren sich noch nicht sicher, ob sie 2012 bzw. 2013 Innovationsprojekte durchführen werden.