Jahrg. 20, Nr. 7, Januar 2013

Die Metallerzeugung und die Metallwarenindustrie konnten ihren Umsatz im Jahr 2011 weiter steigern und fast das Vorkrisenniveau erreichen. Die verbesserte Wirtschaftslage spiegelt sich allerdings nur spärlich in den Innovationsaktivitäten. Die Innovatorenquote sank um 5 Prozentpunkte auf 39%, wofür primär die Metallerzeugung (Rückgang von 62 auf 48%) und in geringerem Maß die Metallwarenindustrie (von 43 auf 38%) verantwortlich ist. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen ging leicht auf 15% zu-rück, der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten stieg dagegen von 11 auf 14%. Die Innovationsausgaben der Branche legten im Vergleich zu den beiden Vorjahren weiter zu. Gleichwohl erreichten sie im Jahr 2011 mit 4,79 Mrd. € noch bei weitem nicht wieder den bisherigen Spitzenwert aus dem Jahr 2008 (6,11 Mrd. €). Die Innovationsausgaben gemessen am Branchenumsatz beliefen sich 2011 nur auf 1,9%, nach 2,2 bis 2,5% in den Vorjahren. Der Umsatzanteil mit Produktneuheiten sank von 11,1% (2010) auf 8,7% in 2011. Die durchschnittlichen Kosteneinsparungen durch Prozessinnovationen machten 2011 2,3% aus, in den Vorjahren waren es jeweils mehr als 3% gewesen. Auch der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen blieb mit 1,5% unter dem Niveau der Vorjahre. Die Planzahlen für 2012 lassen geringfügig höhere Innovationsausgaben von 4,87 Mrd. € erwarten, 2013 sollen die Innovationsbudgets dem Niveau des Jahres 2011 entsprechen. Die Innovationsbeteiligung der Unternehmen wird im Jahr 2012 - vom sehr niedrigen Niveau des Jahres 2011 ausgehend - wieder ansteigen und 2013 stabil bleiben. Für 2012 planten 5 % der Unternehmen fest mit der Umsetzung von Produkt- oder Prozessinnovationen, weitere 7% waren noch unsicher.