Jahrg. 20, Nr. 8, Januar 2013

Unterstützt durch die günstige wirtschaftliche Entwicklung hat der deutsche Maschinenbau seine Innovationsaktivitäten im Jahr 2011 ausgeweitet. Die Innovatorenquote, d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, stieg auf 76% und erreichte damit wieder das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2008. Der Anteil der Produktinnovatoren stieg dabei deutlich an, während der Prozessinnovatorenanteil auf den tiefsten Wert seit 2004 fiel. Die Planzahlen der Unternehmen lassen für 2012 eine stabil hohe und für 2013 sogar eine weiter ansteigende Innovationsbeteiligung erwarten. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen blieb bei 16% stabil, während der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten auf 28% sank. 52% der Maschinenbauunternehmen betrieben 2011 unternehmensintern FuE, 35% davon auf kontinuierlicher Basis. Der Anteil der FuE betreibenden Unternehmen geht seit 2003 tendenziell zurück. Die Innovationsausgaben legten 2011 um rund 1 Mrd. € auf 12,7 Mrd. € zu. 2012 sollen die Innovationsbudgets auf 13,2 Mrd. € weiter erhöht werden, für 2013 planen die Unternehmen, dieses Ausgabenniveau zu halten. Die Innovationsintensität (d.h. die Innovationsausgaben in % des Branchenumsatzes) gingen 2011 im zweiten Jahr in Folge auf 5,4% zurück. Der Umsatzanteil mit Produktneuheiten blieb bei 28% konstant. Einem Rückgang beim Umsatzanteil mit Marktneuheiten (von 7,9 auf 6,6 %) steht ein Anstieg des Umsatzbeitrags von Nachahmerinnovationen gegenüber. Beim prozessseitigen Innovationserfolg konnten die hohen Werte des Vorjahres nicht erreicht werden. Durch neue Verfahren konnte 2011 eine durchschnittliche Kostensenkung von 3,1% erzielt werden. Der Umsatzanstieg aufgrund von Qualitätsverbesserungen betrug 2,1%.