Jahrg.20, Nr. 18, Januar 2013

Die positive Entwicklung der EDV- und Telekommunikationsbranche im Jahr 2011 spiegelte sich größtenteils auch in den Innovationsaktivitäten der Unternehmen wider. So stieg die Innovatorenquote - d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Verfahren eingeführt haben - auf 81% (2010: 80%) und nahm damit den Spitzenplatz im Branchenvergleich ein. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten stieg auf 31%. Die Innovationsausgaben erreichten mit 10,8 Mrd. € nahezu das hohe Vorjahresniveau. Für 2012 sehen die Planzahlen mit 11,2 Mrd. € das bisher höchste Innovationsbudget der Branche vor. 2013 ist mit einer weiteren Zunahme auf 11,5 Mrd. € zu rechnen. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) erreichte 2011 einen Wert von 6,7% (2010: 7,2%). Mit einem durch Produktneuheiten erzielten Umsatzanteil von 23% belegt die EDV- und Telekommunikationsbranche wie im Vorjahr mit großem Abstand den Spitzenplatz unter allen Dienstleistungssektoren. Dies unterstreicht die hohe Bedeutung des Wettbewerbsparameters „Innovation“ für die Branche. Ein weiterer Beleg hierfür ist die hohe FuE-Beteiligung von 62% im Jahr 2011, wobei 42% der Unternehmen kontinuierlich Forschung und Entwicklung betrieben. Durch Qualitätsverbesserungen wurde 2011 ein Umsatzanstieg von 3,9% erzielt, was ein Plus von 1,3 Prozentpunkten gegenüber 2010 bedeutet. Hingegen konnten die durchschnittlichen Stückkosten durch Prozessinnovationen nicht mehr im gleichen Maße wie im Vorjahr verringert werden. Die Kosteneinsparungen lagen im Berichtsjahr bei 4,3% (2010: 6,1%). Vor allem im Bereich der Telekommunikation fiel der Innovationserfolg mit Kosteneinsparungen von 4,4% deutlich niedriger aus als ein Jahr zuvor (7,5%). Für 2012 planten 78% der Unternehmen fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten. Für 2013 sinkt dieser Wert leicht auf 76%. Allerdings waren sich noch 3% bzw. 6% der Unternehmen unsicher, ob sie 2012 bzw. 2013 in Innovationsprojekte investieren werden.