Jahrg. 20, Nr. 4, Januar 2013

Die positive wirtschaftliche Entwicklung in der Chemie- und Pharmaindustrie setzte sich auch 2011 mit deutlichen Umsatzzuwächsen fort. Damit einhergehend wurden auch die Innovationsaktivitäten ausgeweitet. Die Innovationsausgaben stiegen 2011 auf einen Spitzenwert von 13,4 Mrd. €. Für 2012 und 2013 lassen die Planzahlen eine stetige Zunahme der Innovationsausgaben auf 14,3 Mrd. € bis 2013 erwarten. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) der Chemie- und Pharmaindustrie erhöhte sich von 6,3% (2010) auf 6,6% in 2011. Mit 13,9% weist die Pharmaindustrie die höchste Innovationsintensität unter allen Industriebranchen auf. Die Innovationsintensität der Chemieindustrie lag 2011 bei 4,2% (2010: 4,0%). Die Innovatorenquote (Anteil der Unternehmen, die Produkt- oder Prozessinnovationen eingeführt haben) ging in der Chemieindustrie 2011 auf 76% zurück (2010: 83%), während die Pharmaindustrie einen Anstieg auf 85% (2010: 74%) meldet. Der Anteil der Unternehmen mit kontinuierlichen FuE-Aktivitäten stieg um 2 Prozentpunkte auf 64%. Dies ist der höchste Wert unter allen Industriebranchen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte sowohl 2012 als auch 2013 sinken, da weniger Unternehmen Prozessinnovationen planen. Die Innovationserfolge mit neuen Produkten konnten 2011 stabil gehalten werden. Der Umsatzanteil mit Marktneuheiten stieg leicht von 3,2 auf 3,4%, der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen fiel von 12,3 auf 11,1%. Die Kosteneinsparungen durch Prozessinnovationen nahm auf 3,6% (2010: 3,2%) zu. Qualitätsverbesserungen führten 2011 zu einem Umsatzanstieg von 3,9%, dies ist der höchste Wert seit dem Jahr 2006.