Jahrg. 20, Nr. 20, Januar 2013

Die Beratungs- und Werbebranche konnte 2011 steigende Umsatzzahlen verzeichnen. Die positive wirtschaftliche Entwicklung spiegelte sich jedoch nur teilweise in den Innovationsaktivitäten wider. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder neue Prozesse eingeführt haben, stieg leicht auf 33%. Die Unternehmen der Werbebranche waren am erfolgreichsten bei der Etablierung neuer Produkte oder Prozesse. Die Innovatorenquote lag hier bei 58%, was ein Plus von neun Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Innovationsausgaben waren 2011 in allen Teilbranchen rückläufig und beliefen sich insgesamt auf 0,71 Mrd. € (2010: 1,00 Mrd. €). Gemessen am Branchenumsatz machten sie einen Anteil von 1,1% aus (2010: 1,5%). Der mit neuen Dienstleistungsangeboten generierte Umsatzanteil lag unter dem Vorjahreswert, da der Umsatzbeitrag von Marktneuheiten von 2,1% auf 1,6% im Berichtsjahr zurückging. Mit Hilfe von Qualitätsverbesserungen wurde ein Umsatzanstieg von 3,1% erzielt. Die Kosteneinsparungen durch Prozessinnovationen stiegen merklich auf 3,0% an (2010: 1,6%). Der prozessseitige Innovationserfolg der Unternehmensberatungen fiel mit Kostensenkungen von 5,8% vergleichsweise hoch aus. 13% der Unternehmen in der Beratungs- und Werbebranche führten im Jahr 2011 FuE-Aktivitäten durch. 5% betrieben Forschung und Entwicklung kontinuierlich. Der Ausblick auf 2012 und 2013 fällt positiv aus: Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen wird sich 2012 auf zumindest 42% erhöhen, wobei Prozessinnovationen an Bedeutung gewinnen. Für 2013 ist eine Innovationsbeteiligung von zumindest 41% zu erwarten. Der Anteil von Produktinnovationen soll dabei wieder zunehmen. Die Innovationsausgaben sollen 2012/13 auf 0,8 Mrd. € bzw. 0,9 Mrd. € steigen.