Jahrg. 19, Nr. 21, Januar 2012

Nach einem schwierigen Jahr 2009 erreichte die Branche der Unternehmensdienste im Jahr 2010 deutliche Umsatzzuwächse. Die wirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich allerdings noch nicht in den Innovationsaktivitäten wider. Die Innovatorenquote blieb mit 28% auf Vorjahresniveau, während die Innovationsausgaben auf 0,81 Mrd. € leicht zurückgingen. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) sank auf 0,9% (2009: 1,1%). Branchenintern gab es Verschiebungen: Im innovationsintensivsten Teilbereich, den Grafik-, Büro-, Messe- und Produzentendiensten, fielen die Innovatorenquote auf 41% und die Innovationsintensität auf 1,2%, wohingegen die Reinigungs- und Gebäudedienste von niedrigerem Niveau aus jeweils leicht zulegen konnten und nun auf Werte von 23% bzw. 1,0% kommen. Die Einführung neuer Dienstleistungsangebote spielt für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmensdienste eine etwas größere Rolle als noch im Vorjahr, da der mit Produktneuheiten erzielte Umsatzanteil um 2,5 Prozentpunkte auf 6,9% im Jahr 2010 anstieg. Durch Prozessinnovationen konnte die Branche hingegen ihre Kosten nur noch um 1,4% senken (-1,1 Prozentpunkte gegenüber 2009). Qualitätsverbesserungen trugen wie im Vorjahr zu einem Umsatzanstieg von 1,8% bei. Der Anteil forschender Unternehmen stagniert bei 8%. Die Aussichten für 2011 und 2012 sieht die Branche gemischt. Die Innovationsausgaben sollen weiter zurückgehen, bis 2012 auf € 0,67 Mrd. €. Für 2011 planten 28% der Unternehmen Innovationsaktivitäten durchzuführen, weitere 7% waren sich noch unsicher. Dies deutet auf eine steigende Innovationsbeteiligung hin, 2012 ist aber wieder mit einem Rückgang zu rechnen.