Jahrg. 19, Nr. 19, Januar 2012

Die positive wirtschaftliche Entwicklung der technischen Dienstleistungen (Ingenieur- und Architekturbüros, technische Labore) und der auf die Durchführung von FuE spezialisierten Unternehmen im Jahr 2010 spiegelte sich auch in den Innovationsaktivitäten der Branche wider. Die Innovatorenquote stieg um vier Prozentpunkte auf 49%. Der Anteil der Unternehmen, die Marktneuheiten einführen konnten, nahm deutlich auf 18% zu. Auch die Innovationsausgaben lagen 2010 mit 3,41 Mrd. € über dem Vorjahreswert von 3,07 Mrd. €. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) stieg auf 7,2% (2009: 6,9%). Der Umsatzanteil, der mit neuen Produkten erzielt wurde, lag 2010 bei 14,4% und somit deutlich über dem Vorjahresniveau. Die technischen Dienstleistungen konnten im Gegensatz zu den FuE-Dienstleistungen ihren Umsatzbeitrag durch Marktneuheiten erhöhen, während bei den FuE-Dienstleistern die Zunahme von Nachahmerinnovationen dominiert wurde. Nachdem die durch Einführung neuer Prozesse bedingten Innovationserfolge für die gesamte Branche im Vorjahr einbrachen, konnten die Unternehmen 2010 wieder deutlich zulegen. So trugen neue Verfahren zu Kosteneinsparungen von durchschnittlich 2,6% bei (+0,7 Prozentpunkte). Mit Hilfe von Qualitätsverbesserungen wurde ein Umsatzanstieg von 3,6% erzielt. Gegenüber 2009 ist dies ein Plus von 1,2 Prozentpunkten. Der Anteil der innovativen Unternehmen dürfte 2011 konstant bleiben, für 2012 ist allerdings von einer Abnahme auszugehen. Waren 2010 55% der Unternehmen innovativ tätig, so planten für das Jahr 2011 bereits 50% der Unternehmen, Produkt- oder Prozessinnovationsaktivitäten durchzuführen, weitere 5% waren sich noch unsicher. Für 2012 wollen 44% sicher Innovationsprojekte durchführen, 9% waren noch unentschlossen. Die Innovationsausgaben sollen 2011 auf 3,47 Mrd. € leicht steigen und 2012 auf diesem Niveau bleiben.