Jahrg. 19, Nr. 7, Januar 2012

Die Metallerzeugung und Metallwarenindustrie konnten sich im Jahr 2010 von den Folgen der Weltwirtschaftskrise erholen und ihre Umsätze deutlich erhöhen. Die verbesserte Wirtschaftslage spiegelte sich auch in den Innovationsaktivitäten und -erfolgen der Branche wider. Die Innovatorenquote stieg insgesamt um 3 Prozentpunkte auf 44%. Der Anteil der Prozessinnovatoren mit Kostensenkungen nahm allerdings auf 16% ab (2009: 22%). In der Metallerzeugung sank die Innovatorenquote um 4 Prozentpunkte auf 61%, in der Metallwarenindustrie stieg dieser Wert um 3 Prozentpunkte auf 42%. Die Innovationsausgaben der gesamten Branche stiegen im Vergleich zum Jahr 2009 auf 4,5 Mrd. € (2009: 4,2 Mrd. €). Die Innovationsausgaben gemessen am Umsatz erreichten im Berichtsjahr 2,2%. Durch einen markanten Anstieg des Umsatzes mit Nachahmerinnovationen wies der Umsatzanteil mit neuen Produkten nach oben. Er betrug in der Metallerzeugung 16,1% (2009: 14,0%) und in der Metallwarenindustrie 8,9% (2009: 6,8%). Im Durchschnitt der beiden Branchen stieg der Umsatzanteil von Produktinnovationen im Jahr 2010 auf 12,4% (2009: 10,1%). Durch Prozessinnovationen konnten Kosteneinsparungen von 3,6% erzielt werden (2009: 3,9%). Die Planzahlen zeigen, dass für das Jahr 2011 eine erhebliche Steigerung der Innovationsausgaben auf 5,2 Mrd. € erwartet werden darf. 2012 ist allerdings eine Abnahme auf 4,6 Mrd. € geplant. Die Innovationsbeteiligung dürfte 2011 um 9 Prozentpunkte auf 45% zurückgehen und 2012 um weitere 4 Prozentpunkte abnehmen. Allerdings haben sich 8% bzw. 12% der Unternehmen noch nicht endgültig entschieden, ob sie 2011/2012 innovativ tätig sein werden.