Jahrg. 19, Nr. 8, Januar 2012

Nach einem Produktions- und Umsatzrückgang im Vorjahr hat sich die wirtschaftliche Situation im deutschen Maschinenbau im Jahr 2010 erheblich verbessert. Die Umsätze stiegen deutlich an und die Ertragslage erreichte wieder Vorkrisenniveau. Parallel zur wirtschaftlichen Aufhellung nahmen die Innovationsausgaben um 3% auf 11,8 Mrd. € zu. Die Innovationsintensität ging im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0% zurück. Der Umsatzanteil mit Produktneuheiten stieg deutlich von 24% (2009) auf 28% im Jahr 2010. Das Plus von 4 Prozentpunkten beruhte sowohl auf höheren Umsätzen mit Nachahmerinnovationen als auch auf Innovationserfolgen mit Marktneuheiten. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt hat, blieb 2010 mit 70% gegenüber dem Vorjahr (69%) fast unverändert. Der Anteil Produktinnovatoren stieg dabei deutlich an, der Prozessinnovatorenanteil gab dagegen auf den tiefsten Wert seit 2004 nach. Während der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen erheblich von 25% auf 16% sank, stieg der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten um 4 Prozentpunkte auf 32%. Ebenfalls 32% der Unternehmen führten Sortimentsneuheiten ein. 27% der Unternehmen konnten Umsatzsteigerungen durch Qualitätsverbesserungen erzielen. 56% der Maschinenbauunternehmen betrieben 2010 unter-nehmensintern FuE-Aktivitäten, 38% davon kontinuierlich. Für 2011 planten die Unternehmen, ihre Innovationsausgaben auf 13,3 Mrd. € merklich zu erhöhen. Für Jahr 2012 ist ein leichter Rückgang auf 12,8 Mrd. € vorgesehen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2011 und 2012 leicht steigen.