Jahrg. 19, Nr. 3, Januar 2012

Nach einem deutlichen Rückgang des Umsatzes 2009 sind die Umsätze beider Teilbranchen im Jahr 2010 deutlich angestiegen. Die Innovationsindikatoren zeigen aber nur teilweise positive Ergebnisse. Die Innovatorenquote insgesamt - d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder neue Prozesse eingeführt haben - stieg vor allem in der Holzindustrie von 41% in 2009 auf 49%. Dagegen sank der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten deutlich auf 9%. Ungeachtet dessen konnte der mit Marktneuheiten erzielte Umsatzanteil leicht von 1,9% auf 2,2% erhöht werden. Nach wie vor lieferten allerdings Nachahmerinnovationen den größeren Beitrag zum Bran-chenumsatz mit einem Anteil von 6,9%. Die Innovationsausgaben der Branche, die seit 2006 stetig abgenommen haben, zeigten 2010 eine leichte Steigerung auf 0,89 Mrd. €. Dabei konnte die Holzindustrie ihr Innovationsbudget erheblich auf 0,40 Mrd. € erhöhen während die Papierindustrie einen Rückgang verbuchte. Mit einer Innova-tionsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) von 1,5% gehört die Holz- und Papierindustrie wie im Vorjahr zu den wenig innovationsintensiven Branchen. Qualitätsverbesserungen durch neue Verfahren führten 2009 zu Umsatzzuwächsen von 2,3% (2008: 1,6%). Durch Prozessinnovationen erreichte die Branche Kosten-senkungen von 2,2% der Gesamtkosten und blieb damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. 2011/2012 sollten die Innovationsaus-gaben weiter auf 0,95 Mrd. € bzw. 0,96 Mrd. € steigen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2011/2012 auf 49% bzw. 46% zurückgehen, wobei sich 8% der Unternehmen unsicher waren, ob sie 2012 in Innovationsprojekte investieren werden.