Jahrg. 19, Nr. 10, Januar 2012

Auch 2010 war der Fahrzeugbau die innovationsintensivste Branche der deutschen Wirtschaft, wenngleich die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) im Vergleich zum Vorjahr von 9,3% auf 8,8% sank. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, lag bei 71%. Dies entspricht einer Zunahme von zwei Prozentpunkten gegenüber 2009. Auch der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten nahm von 33% auf 34% leicht zu. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatzanteil mit Produktneuheiten deutlich auf 49%. Dies sind 4,5 Prozentpunkte mehr als noch ein Jahr zuvor. Demgegenüber ging der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen ging im Jahr 2010 um einen Prozentpunkt auf 26% zurück. Die durch Prozessinnovationen erreichte Stückkostensenkung lag 2010 mit 6,1% hinter den hohen Vorjahreswerten. Qualitätsverbesserungen führten zu einem Umsatzanstieg von 3,1%. Dies entspricht dem Niveau der Jahre 2005 bis 2008. Der Anteil der Unternehmen, die 2010 intern FuE betrieben, blieb unverändert bei 52%. 39% der Fahrzeugbauunternehmen befassen sich kontinuierlich mit FuE. Dieser Anteil nahm gegenüber dem Jahr 2009 um 6 Prozentpunkte zu und hat sich seit 2006 sogar beinahe verdoppelt. Für das Jahr 2011 plante der deutsche Fahrzeugbau eine deutliche Erhöhung der Innovationsausgaben auf 36,9 Mrd. € (+9%). 2012 sollen die Innovationsbudgets weiter auf 37,8 Mrd. € wachsen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte im Jahr 2011 deutlich steigen. Waren 2010 69% der Fahrzeugbauunternehmen innovativ tätig, so planten Mitte 2011 bereits 71% fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, weitere 7% waren sich noch unsicher. 2012 dürfte die Innovationsbeteiligung auf hohem Niveau stabil bleiben.