Jahrg. 19, Nr. 12, Januar 2012

Das wirtschaftliche Umfeld in der Branche Energieversorgung, Bergbau und Mineralölverarbeitung blieb auch im Jahr 2010 bei deutlich steigenden Umsätzen günstig. Die Innovationsausgaben nahmen gegenüber dem Vorjahr leicht auf 3,17 Mrd. € zu. Bezogen auf den Branchenumsatz machten sie 0,62% aus (2009: 0,64%). Innovationsintensivster Bereich war der Bergbau mit einer Quote von 3,2%. 37% der Unternehmen versuchten, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Einführung neuer Produkte oder Prozesse zu behaupten oder auszubauen. Sowohl der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten als auch der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen nahm zu. Innerhalb der Branche hatte die Mineralölverarbeitung mit 66% die höchste Innovatorenquote, welche jedoch um elf Prozentpunkte unter dem Wert von 2009 lag. Der mit Produktneuheiten generierte Umsatzanteil lag 2010 bei 8,8% (2009: 6,7%) und beruhte vor allem auf Nachahmerinnovationen. In der Mineralölverarbeitung fiel der Produktinnovationserfolg mit einem Umsatzanteil von 16,6% deutlich höher aus, doch auch hier spielten Marktneuheiten kaum eine Rolle. Die durch Prozessinnovationen erzielten Einsparungen von 3,4% lagen geringfügig über dem Vorjahresniveau, wobei der Bergbau mit 4,0% den höchsten Wert erzielte. Qualitätsverbesserungen führten zu einem Umsatzanstieg von 1,3% nach 1,9% im Jahr 2009. 2011 sollen die Innovationsbudgets auf 3,34 Mrd. € steigen und 2012 mit 3,27 Mrd. € nur wenig darunter liegen. Nach einer Innovationsbeteiligung von 45% der Unternehmen im Jahr 2010 planten 2011 und 2012 nur noch 36% bzw. 33% fest mit der Durchführung von Innovationsprojekten. Allerdings waren zum Befragungszeitpunkt weitere 4% für das Jahr 2011 und 10% für 2012 noch unsicher.