Jahrg. 19, Nr. 18, Januar 2012

Nach dem Krisenjahr 2009 stabilisierte sich in 2010 die wirtschaftliche Lage der EDV- und Telekommunikationsbranche. Diese positive Entwicklung spiegelte sich auch in den Innovationsaktivitäten der Unternehmen wider. So stieg die Innovatorenquote - d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Verfahren eingeführt haben - um 3 Prozentpunkte und nimmt mit 77% erneut einen Spitzenwert im Branchenvergleich ein. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten nahm auf 29% zu. Die Innovationsausgaben stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich an und lagen 2010 bei 10,5 Mrd. €. Dies war 1,0 Mrd. € mehr als noch im Vorjahr. Für 2011 sehen die Planzahlen mit 10,6 Mrd. € geringfügig höhere Innovationsbudgets vor. 2012 ist mit einer leichten Abnahme auf 10,4 Mrd. € zu rechnen. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) erreichte 2010 den für die Branche bisher höchsten Wert von 7,2%. 2009 betrug diese Zahl noch 6,6%. Mit einem durch Produktneuheiten erzielten Umsatzanteil von 23,8% belegt die EDV- und Telekommunikationsbranche wie im Vorjahr mit großem Abstand den Spitzenplatz unter allen Dienstleistungssektoren. Dies unterstreicht erneut die hohe Bedeutung des Wettbewerbsparameters „Innovation“ für die Branche. Ein weiterer Be-leg hierfür ist die hohe FuE-Beteiligung von 56%, wobei 39% der Unternehmen kontinuierlich Forschung und Entwicklung betrieben. Die Kosteneinsparungen durch Prozessinnovationen konnten wie in den Vorjahren erhöht werden auf erreichten 2010 7,4% (+0,8 Prozentpunkte). Rückläufig ist hingegen der Beitrag zum Branchenerfolg durch Qualitätsverbesserungen, die zu einem Umsatzanstieg von nur noch 2,6% führten. Dies ist ein Prozentpunkt weniger als noch vor einem Jahr. Für 2011 planten 72% der Unternehmen fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten. Für 2012 sinkt dieser Wert dann voraussichtlich auf 66%. Allerdings waren sich noch 10% bzw. 15% der Unternehmen unsicher, ob sie 2011 bzw. 2012 in Innovationsprojekte investieren werden.