Jahrg. 18, Nr. 21, Januar 2011

Die Branche der Unternehmensdienste blickt auf ein wirtschaftlich schwieriges Jahr 2009 mit Umsatzeinbußen von über 10% zurück. Trotz des schwierigen Umfelds wurden die Innovationsaktivitäten weitgehend konstant gehalten. Die Innovatorenquote blieb 2009 mit 28% fast auf Vorjahresniveau (30%). Auch die Innovationsausgaben gingen 2009 nur leicht auf 0,68 Mrd. € zurück (-0,08 Mrd. € gegenüber 2008). Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) stieg auf 1,0% an (2008: 0,9%). Branchenintern zeigen sich dabei einige Verschiebungen: So stieg die Innovationsintensität im Grafik-, Design- und Fotogewerbe sowie bei den Büro-, Messe- und Produzentendiensten auf 1,6%, während sie in den Reinigungs- und Gebäudediensten auf 0,5% zurückfiel. Innovationsaktivitäten spielen für den Wettbewerb in den Unternehmensdiensten nur eine geringere Rolle. Der Umsatzanteil, der auf neue Dienstleistungsangebote zurückgeht, lag 2009 lediglich bei 5% und lag damit um 2,1 Prozentpunkte unter dem Wert von 2008. Als hilfreich erwiesen sich dagegen Prozessinnovationen: Die Anwendung neuer Verfahren ermöglichte 2009 Kostensenkungen von 2,2% (2008: 1,3%). Darüber hinaus trugen Qualitätsverbesserungen zu einem Umsatzanstieg von 2,1% bei. Der Anteil der forschenden Unternehmen war 2009 mit 8% kaum höher als in den Vorjahren. Für 2010 und 2011 planen die Unternehmen eine geringfügige Erhöhung ihrer Innovationsausgaben auf 0,71 Mrd. € in 2010 und 0,72 Mrd. € im Folgejahr 2011. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen wird im Jahr 2010 gegenüber 2009 (28%) ebenfalls leicht ansteigen. Zum Befragungszeitpunkt waren sich bereits 28% sicher, 2010 Innovationsaktivitäten durchzuführen (2011: 29%). Weitere 4% waren sich noch unsicher.