Jahrg. 18, Nr. 19, Januar 2011

Die Branche der technischen Dienstleistungen (Ingenieur- und Architekturbüros, technische Labore) und der auf die Durchführung von FuE spezialisierten Unternehmen trotzte der abgespannten Wirtschaftslage des Jahres 2009. Der Umsatz blieb weitgehend stabil oder konnte sogar gesteigert werden. Die Innovatorenquote entwickelte sich demgegenüber negativ und sackte 2009 auf 45% ab (nach 57% in 2008). Die Innovationsausgaben lagen 2009 mit 2,74 Mrd. € deutlich unter dem Wert von 2008 (3,43 Mrd. €). Auch die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) verringerte sich auf 6,6% (2008 noch 8,0%). Der Umsatzanteil, der mit neuen Produkten erzielt wurde ging 2009 ebenfalls erheblich um 5,4 Prozentpunkte zurück auf 7,1%. Betroffen waren vor allem die Ingenieur- und Architekturbüros sowie die technischen Labore, deren Umsatzbeitrag durch Produktinnovationen um mehr als die Hälfte auf 5,5% abnahm. War es den FuE-Dienstleistern 2008 noch gelungen, über Prozessinnovationen einen Kostensenkungsanteil von 8,0% zu generieren, sank der Wert 2009 mit 4,7% auf das Niveau der Vorjahre ab. Die Kosteneinsparungen der Ingenieur- und Architekturbüros sowie technischen Labore lagen 2009 unter den Werten der Vergangenheit. Die Umsatzsteigerung durch Qualitätsverbesserungen fiel 2009 auf einen Tiefstwert von 2,8%. Der Anteil der innovativen Unternehmen dürfte 2010 konstant bleiben und könnte 2011 leicht abnehmen. Waren 2009 54% der Unternehmen innovativ tätig, so planten für das Jahr 2010 bereits 52% der Unternehmen, Produkt- oder Prozessinnovationsaktivitäten durchzuführen, weitere 4% waren noch unentschlossen. Für 2011 wollen 49% sicher Innovationsprojekte durchführen, 8% waren sich noch unsicher. Die Innovationsausgaben sollen 2010 wieder auf 2,99 Mrd. € ansteigen und 2011 mit 2,93 Mrd. € in etwa auf diesem Niveau bleiben.