Jahrg. 18, Nr. 16, Januar 2011

Zur Branche der Mediendienstleistungen zählen Druckereien, Verlage, Film- und Tonstudios, Kinos und der Rundfunk. Die schwierige und branchenintern uneinheitliche wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2009 spiegelte sich auch in den Innovationsaktivitäten der Unternehmen wider. Nachdem im Jahr 2008 insbesondere Film und Rundfunk erfolgreich Produkt- oder Prozessinnovationen einführen konnte, lagen 2009 die Druckereien und Verlage mit einer höheren Innovatorenquote voran. Im Branchenmittel blieb der Innovatorenanteil bei 50% stabil. Die gesamten Innovationsausgaben der Branche lagen 2009 mit 2,06 Mrd. € deutlich unter dem Vorjahresniveau (2,40 Mrd. €). Während Film und Rundfunk ihre Innovationsbudgets 2009 bei 1,06 Mrd. € konstant hielten, gingen sie bei Druckereien und Verlagen erheblich von 1,33 auf 1,00 Mrd. € zurück. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) der Mediendienstleistungen betrug 2009 2,5% (2008: 2,9%). Der mit Produktneuheiten erzielte Umsatzanteil sank um 3,3 Prozentpunkte auf 8,7%. Unter den Dienstleistungsbranchen lagen die Mediendienstleistungen mit diesem Wert auf dem zweiten Rang. Die prozessseitigen Innovationserfolge (Kosteneinsparungen, Qualitätsverbesserungen) blieben gegenüber dem Vorjahr etwa konstant. Der Anteil der forschenden Unternehmen ging merklich auf 19% zurück. Für 2010 planten die Unternehmen eine weitere Reduzierung der Innovationsausgaben auf 1,89 Mrd. €. 2011 sollen diese mit 2,03 Mrd. € wieder annähernd das Niveau von 2009 erreichen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2010/11 sinken. Nach einer Innovationsbeteiligung von 51% im Jahr 2009 planten für 2010 noch 48% der Unternehmen sicher Innovationsprojekte durchzuführen. Für 2011 sinkt diese Quote weiter auf 39%.