Jahrg. 18, Nr. 10, Januar 2011

Der Fahrzeugbau litt 2009 noch erheblich unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise, doch er konnte sich weiterhin als eine der innovations- und forschungsintensivsten Branchen in Deutschland behaupten. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben („Innovatorenquote“), lag bei 70% und damit 5 Prozentpunkte unter dem Wert von 2008. Ebenso war der Anteil von Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen rückläufig (von 32 auf 27%), während der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten deutlich auf 32% anstieg. 2009 befassten sich 53% der Unternehmen intern mit FuE (2008: 52%). Der Anteil der Unternehmen, die kontinuierlich FuE betrieben, stieg auf 33%. Die Innovationsausgaben betrugen im Fahrzeugbau 29,9 Mrd. € (2008: 34,4 Mrd. €). Die Abnahme um 13% gegenüber dem Vorjahr hing vor allem mit reduzierten investiven Ausgaben zusammen. 2010 und 2011 sollten die Innovationsausgaben auf 32,7 Mrd. € bzw. 33,9 Mrd. € steigen. Mit einer Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) von 9,6% (2008: 9,0%) belegte der Fahrzeugbau 2009 gleichauf mit der Elektroindustrie Rang 1 im nationalen Vergleich. Der Umsatzbeitrag von Produktneuheiten sank um 6,2 Prozentpunkte auf 45,7%. Dennoch war der Produktinnovationserfolg erneut deutlich höher aus als in allen anderen Branchen. Durch Prozessinnovationen wurden Kosteneinsparungen von 6,8% (2008: 7,0%) erreicht. Qualitätsverbesserungen führten zu einem Umsatzanstieg von 3,3%, nach noch 5,5% im Vorjahr. 2010 dürfte der Anteil innovativ tätiger Unternehmen leicht zurückgehen und 2011 wieder steigen. Für 2011 planten 68% der Unternehmen fest mit Innovationsaktivitäten (2009: 70%), 9% waren sich noch unsicher.