Jahrg. 18, Nr. 9, Januar 2011

2009 war für die Elektroindustrie ein äußerst schwieriges Jahr mit deutlichen Auftrags- und Umsatzeinbußen in allen Segmenten. Dennoch konnte sich die Elektroindustrie weiterhin als eine der innovations- und forschungsintensivsten Branchen behaupten. Mit einer Innovatorenquote (Anteil der Unternehmen mit Produkt- oder Prozessinnovationen) von 74% und einer FuE-Beteiligung (Anteil FuE betreibender Unternehmen) von 64% belegte die Elektroindustrie im Branchenvergleich jeweils hinter der Chemie- und Pharmaindustrie den zweiten Rang. Die Abnahme der Innovationsausgaben auf 13,30 Mrd. € (2008: 14,45 Mrd. €) hing dabei mit deutlich gekürzten Innovationsbudgets im Teilbereich der Elektronik/Messtechnik/Optik zusammen, während die Elektrotechnik im Berichtsjahr ihre Ausgaben für Innovationsprojekte leicht erhöhen konnte. Die Innovationsintensität (Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz) betrug 9,6%. Hier lag die Elektroindustrie im Branchenvergleich gleichauf mit dem Fahrzeugbau an erster Stelle. Sowohl die produkt- als auch prozessseitigen Innovationserfolge waren 2009 rückläufig. Der mit Produktneuheiten generierte Umsatzanteil lag bei 32,4% und damit um 4,9 Prozentpunkte niedriger als 2008. Der Rationalisierungserfolg durch Prozessinnovationen (Verringerung der durchschnittlichen Stückkosten) ging nach noch 8,0% im Jahr 2006 weiter auf 5,0% zurück. Qualitätsverbesserungen führten zu einem Umsatzanstieg von 3,1%, gegenüber 3,7% im Vorjahr. Für 2010 und 2011 planten die Unternehmen, ihre Innovationsausgaben auf 14,27 Mrd. € und 14,72 Mrd. € und damit über das Niveau des Jahres 2008 hinaus zu erhöhen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2010 stabil bleiben und 2011 leicht zurückgehen.