Jahrg. 18, Nr. 18, Januar 2011

Das Jahr 2008 war für die EDV- und Telekommunikationsbranche mit Umsatzsteigerungen ein gutes Jahr. Diese wirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich auch in den Innovationsaktivitäten der Branche wider. So stieg die Innovatorenquote - das ist der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Verfahren eingeführt haben - um 2 Prozentpunkte und nimmt mit 78% erneut einen Spitzenwert im Branchenvergleich ein. Die Innovationsausgaben stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht und summierten sich 2008 auf 11,1 Mrd. € (+0,35 Mrd. €). Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) der Teilbranche Telekommunikation lag mit 5,4% auf Vorjahresniveau, während die Software-, EDV- und Informationsdienstleistungen die Innovationsintensität um einen Prozentpunkt auf 8,4% deutlich steigerten. Neue Produkte trugen im Jahr 2008 in der EDV- und Telekommunikationsbranche 27,6% zum Gesamtumsatz bei. Dies ist mit Abstand der höchste Wert unter allen Dienstleistungssektoren und kommt an das Niveau der Hochtechnologieindustrie heran. Dies zeigt, dass Innovationsaktivitäten ein wesentlicher Wettbewerbsparameter in der EDV und Telekommunikation sind. Auch die sehr hohe FuE-Beteiligung der EDV- und Telekommunikationsunternehmen - 62% betrieben 2008 intern Forschung und Entwicklung, darunter 42% auf kontinuierlicher Basis - unterstreicht die hohe Innovationsorientierung. Die durch Prozessinnovationen erzielten Kostensenkungen stiegen im Jahr 2008 kräftig auf 6,8% (2007: 4,9%) an. Für 2009 und 2010 trübt sich die Innovationsstimmung jedoch ein. Die Unternehmen planen mit deutlich niedrigeren Innovationsausgaben. 2009 sollen sie auf 8,9 Mrd. € sinken (-2,2 Mrd. € gegenüber 2008) und 2010 nur geringfügig auf 9,0 Mrd. € ansteigen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen wird dennoch unverändert hoch bleiben. Für 2009 planten 81% der Unternehmen fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, und selbst für 2010 beabsichtigen annähernd 80%, innovativ tätig zu werden.