Jahrg. 18, Nr. 20, Januar 2011

Die wirtschaftliche Entwicklung der Beratungs- und Werbebranche war im Jahr 2009 uneinheitlich und durchwachsen. Die Umsätze sanken insgesamt um rund 6%, wobei starke Einbußen bei den Unternehmensberatern und Werbeagenturen konstante Erlöse der Wirtschaft-, Rechts- und Steuerberater gegenüberstanden. Die Innovatorenquote - d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder neue Prozesse eingeführt haben – folgte diesem Trend und verringerte sich 2009 auf 36%. Die Innovationsausgaben stiegen dagegen dank höherer Innovationsbudgets der 2009 demgegenüber Wirtschaft-, Rechts- und Steuerberater leicht auf 0,88 Mrd. €. Der Umsatzanteil, der mit neuen Dienstleistungsangeboten erzielt wurde, machte 2009 nur 5,7% aus und beträgt nur mehr die Hälfte im Vergleich zu 2007 (11,3%). Mit Hilfe von Qualitätsverbesserungen konnte 2009 ein Umsatzanstieg von 2,8% verzeichnet werden. Damit gleicht sich der Umsatzanstieg nach dem besonders erfolgreichen Jahr 2008 (3,2%) wieder an das Niveau der Vorjahre an. Die Kosteneinsparungen durch Prozessinnovationen konnten gegenüber 2008 um 0,5 Prozentpunkte auf 1,9% erhöht werden. Hatten 2008 vor allem die Unternehmensberater erfolgreich Rationalisierungsmaßnahmen eingeführt, steht 2009 die Werbebranche an erster Stelle. Mit Forschung und Entwicklung (FuE) beschäftigten sich 2009 nur 6% der Unternehmen. Auch der geringe Anteil, der auf kontinuierliche Aktivitäten setzt (2%), zeigt, dass FuE für die Berater- und Werbebranche eine untergeordnete Rolle spielt. Der Ausblick auf 2010 fällt insgesamt positiv aus: Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte zunehmen. Befassten sich 2009 nur 34% der Unternehmen mit Innovationen, so soll dieser Anteil 2010 auf zumindest 38% steigen. Für 2011 ist der Anteil der noch unsicheren Unternehmen mit 11% sehr hoch. Die Innovationsbudgets sollen 2010/11 leicht erhöht werden und 2011 rund 1 Mrd. € erreichen.