Jahrg. 17, Nr. 13, Januar 2010

Das Jahr 2008 war für die Wasserversorgungs-, Entsorgungs- und Recyclingbranche ein gutes Jahr, was sich auch in steigenden Umsätzen niederschlug. Dies hatte auch positive Rückwirkungen auf die Innovationsaktivitäten in der Branche. Die Innovatorenquote - das ist der Anteil der Unternehmen, die neuen Produkte oder Prozesse eingeführt haben - stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozentpunkte auf 34%. Die Innovationsaufwendungen blieben im Vergleich zu 2007 bei 0,66 Mrd. € in etwa konstant. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) ging sowohl in der Wasserversorgungsbranche (um 0,4 Prozentpunkte auf 1,4%) als auch in der Entsorgungs- und Recyclingbranche um (0,3 Prozentpunkte auf 1,1%) zurück. Für die Wettbewerbsfähigkeit der Wasser-, Entsorgungs- und Recyclingbranche spielen Innovationsaktivitäten eher eine geringe Rolle. Dies zeigt sich auch am niedrigen Umsatzanteil, der auf neue Produkte zurückgeht. Mit 4,7% weist die Branche den niedrigsten Wert unter allen Wirtschaftszweigen auf. Immerhin stieg die Quote gegenüber dem Vorjahr etwas an. Positiv entwickelte sich auch die Verbreitung von Forschung- und Entwicklungsaktivitäten: 2008 betrieben 24% der Unternehmen intern FuE. Dies entspricht einem Zuwachs von 9 Prozentpunkten. Vor allem der Anteil der gelegentlich forschenden Unternehmen nahm sprunghaft von 11 auf 18% zu. Die durch Prozessinnovationen erzielten Kosteneinsparungen blieben bei 3,3% konstant. Für das Jahr 2009 planen die Unternehmen der Wasserversorgungs-, Entsorgungs- und Recyclingbranche eine Zunahme der Innovationsaufwendungen auf 0,75 Mrd. €. 2010 sollen die Innovationsbudgets wieder auf das Niveau von 2008 sinken. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2009 auf rund 37% (nach 44% in 2008) zurückgehen und 2010 weiter auf unter 35% fallen. Vor allem Produktinnovationsaktivitäten sollen eingeschränkt werden.