Jahrg. 17, Nr. 15, Januar 2010

Auch das Jahr 2008 war für das deutsche Transportgewerbe und die Postdienstleistungen wieder wirtschaftlich erfolgreich. Trotz stagnierender Entwicklungen im Briefbereich wuchs der Umsatz der Postdienste und des Transportgewerbes wie in den letzten Jahren kontinuierlich. Dies beeinflusste auch die Innovationsaktivitäten positiv. So stieg die Innovatorenquote - das ist der Anteil der Unternehmen, die neuen Produkte oder Verfahren eingeführt haben - um 5 Prozentpunkte auf 32% und damit den höchsten Wert seit 2001. Der Zuwachs ist dabei vor allen Dingen auf eine höhere Zahl von Prozessinnovatoren und Unternehmen mit Nachahmerinnovationen zurückzuführen, während die Anzahl der Unternehmen mit Marktneuheiten rückläufig war. Hieraus lässt sich auch ein höherer Rationalisierungsdruck erkennen. Die gesamten Innovationsaufwendungen der Branche fielen im Jahr 2008 um 0,75 Mrd. € auf insgesamt 5,49 Mrd. €. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) sank dementsprechend um 0,5 Prozentpunkte auf 1,9%. Im Branchenvergleich zeigt sich, dass Innovationsaktivitäten als Wettbewerbsparameter im Transportgewerbe eine eher geringe Bedeutung zukommt. Denn nur 7,3% des Branchenumsatzes werden mit neu eingeführten Dienstleistungsangeboten erzielt. Immerhin konnte diese Quote gegenüber 2007 (5,3%) deutlich erhöht werden. Mit Hilfe von Prozessinnovationen konnten Kostensenkungen im Ausmaß von 2,3% erreicht werden, was im längerfristigen Vergleich ein mittlerer Wert ist. Für die Jahre 2009 und 2010 ist mit einer nachlassenden Innovationsbeteiligung im Transportgewerbe und den Postdiensten zu rechnen. Für 2009 planen 30% der Unternehmen fest mit Innovationsaktivitäten (nach 32% in 2008), für 2010 soll diese Quote auf 26% sinken, wobei 4% der Unternehmen noch unentschieden über ihre Innovationsaktivitäten in diesem Jahr waren. Die Innovationsaufwendungen sollen nach einem Rückgang in 2009 (auf 5,1 Mrd. €) im Jahr 2010 wieder annähernd das Niveau von 2008 erreichen.